Gottvertrauen

Gottvertrauen
„19 Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch dem König Hiskia: So spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für ein Vertrauen, das du da hast? 20 Meinst du, bloße Worte seien schon Rat und Macht zum Kämpfen? Auf wen verlässt du dich denn, dass du von mir abtrünnig geworden bist?“ 2König 18, 19, 20
Nach zahlreichen sehr erfolgreichen Feldzügen drohten die mächtigen Assyrer im Jahr 700 v. Chr. schließlich auch Jerusalem einzunehmen und forderten von dem König Hiskia die bedingungslose Kapitulation. Er weigerte sich, stützte all sein Vertrauen auf Gott und wollte den Tempel und die Stadt Jerusalem mit seinen Bewohnern nicht den Feinden überlassen. Die Assyrer sagten daraufhin zu ihm: „Was ist das für ein Vertrauen, das du da hast? Meinst du, bloße Worte seien schon Rat und Macht zu kämpfen?“ In dieser Bibelgeschichte geht es um Gottvertrauen. Darum, wie es zum Leben hilft. Ein Vertrauen, das im Extremfall ohne jede menschliche Rückversicherung auskommt. Hoch riskantes Vertrauen also. Hiskia war kein Träumer, sondern Realpolitiker, der es schaffte, trotz der assyrischen Bedrohung 30 Jahre lang zu regieren. Sein Vertrauen machte sich bezahlt. Die militärisch überlegenen Assyrer nahmen Jerusalem nicht ein. Die Gründe dafür sind historisch vielschichtig. Hiskias Vertrauen wurde aber zum Vorbild für viele andere Menschen. Auch für uns. Er stellte sein Vertrauen der Angst entgegen.
Wenn wir auf der Fahrt unseres Lebens ein solches Vertrauen zu Gott, unserem Vater, haben könnten. Er bringt uns ganz sicher ans Ziel. Warum haben wir so viel Angst und machen uns so viele Sorgen, grämen und bekümmern uns? So werden die Tage quälend und kümmerlich, die Seelen von Sorgen und Ängsten zermürbt. Wir sehen Glück und Unglück oft nur vordergründig, ungenau und falsch. Wir denken nur an das Sichtbare und Heutige. Aber die Dinge liegen oft ganz anders und tiefer und in größeren Zusammenhängen. Gott sieht die Ereignisse ganz anders. Er sieht die Hintergründe, die Zusammenhänge und die Auswirkungen. Wichtiger als das Verstehen ist dann das Vertrauen!
„Wirf dein Herz voraus. Gott fängt es behutsam auf und wartet auf deine Füße!“ – Kyrilla Spiecker
Ich wünsche Ihnen und Euch Gottes Segen für die kommenden Monate, die vor uns liegen. Und zugleich dürfen wir uns auf das neue
Kirchenjahr freuen, an dessen Beginn wir die Geburt unseres Herrn feiern, den Anfang neuen Lebens, neuer Hoffnung. Möge uns diese
Hoffnung begleiten – auch über dieses Leben hinaus.
Möge Gott Sie und Euch segnen und begleiten!
Pastor Siaquiyah Davis

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