Klima- und Artenschutz anpacken – beim täglichen Umgang mit Papier

Auf dem Weg zur ÖkoFairen Gemeinde möchten wir auch unser wichtigstes Büromaterial und Kommunikationsmittel auf den Prüfstein stellen. Denn der hohe Papierverbrauch in Deutschland trägt zum Druck auf die Wälder in vielen Regionen der Erde bei, gefährdet Tier- und Pflanzenarten und befeuert die Klimakrise, unter der viele Menschen im globalen Süden bereits massiv leiden. Außerdem werden in Südamerika Bauernfamilien von ihrem Land vertrieben, um Eukalyptusplantagen für die Papierherstellung anzulegen. Aus sozialer und ökologischer Sicht sind Papiersparen und Nutzung von Recyclingpapier deshalb sehr wertvolle Maßnahmen.
Papier hat immer zwei Seiten, beide zu verwenden hilft den Verbrauch zu halbieren. Ob am Drucker, Kopierer oder bei unwichtigen Briefen, die sich noch wunderbar als Schmier- oder Einkaufszettel nutzen lassen. Ungewünschte Werbung kann man mit dem Aufkleber „Bitte keine Werbung“ abbestellen, ergänzt um den Zusatz „und keine kostenlosen Zeitungen“, wenn man auch diese nicht möchte. Sind Werbesendungen adressiert, lassen sie sich ohne Portokosten zurücksenden mit dem Vermerk „Unfrei zurück an den Absender.
Unverlangte Sendung“. Anstelle von Papiertüten oder -tüchern gibt es schöne Mehrweg-Lösungen z. B. aus Bio-Baumwolle. Und Brotdosen, Snackboxen oder Becher aus Edelstahl fassen sich gut an und halten Jahr(zehnt)e.
Wo es dennoch Papier sein soll, ist der Blaue Engel das Zeichen der Wahl. Er steht für 100 % Recyclingpapier, das Verbot kritischer Chemikalien und höchste Funktionalität. Gegenüber Primärfaserpapieren werden bis zu 60 % Energie und bis zu 70 % Wasser eingespart, Abfallaufkommen und Emissionen sinken. Weitere Infos finden Sie in der Broschüre „Papier. Wald und Klima schützen“, die es kostenfrei beim Umweltbundesamt zu bestellen und als Download gibt: www.umweltbundesamt.de/publikationen/papier.

Evelyn Schönheit, Dipl. Umweltwissenschaftlerin, Forum Ökologie & Papier, www.foep.info

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