Direktor Mletzko besucht das Bismarck Seniorenstift

Pastor Uwe Mletzko ist neuer Vorstandsvorsitzender und Direktor der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Im Frühjahr begrüßten Karin Helmer, die Geschäftsführerin der stadt.mission.mensch, und Einrichtungsleiterin Regina Bargmann den neuen ESA-Chef in Reinbek.
„Menschen sind unser Leben“ – das ist der Leitsatz der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Wer Pastor Uwe Mletzko im Gespräch mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Bismarck Seniorenstifts erlebt, spürt, dass dem ESA-Chef diese Mission am Herzen liegt. Er nimmt sich bei seinem Antrittsbesuch in Reinbek Zeit – nicht nur für die Menschen, die hier leben, sondern auch für das Team.
Gemeinsam mit Karin Helmer, der Geschäftsführerin der stadt.mission.mensch, ist er in den Mühlenweg gekommen. Der neue Direktor ist interessiert an den Menschen und den Abläufen im Bismarck Seniorenstift. Wie gestalten sich die ersten Tage nach dem Einzug? Wie steht es um Gottesdienste und besondere Rituale? Und Uwe Mletzko blickt auch hinter die Kulissen und fragt, wer sich in der Einrichtung in der Pflege, Betreuung oder Hauswirtschaft darum kümmert, dass die Seniorinnen und Senioren das Leben genießen können.
Bewohnerin Klara Nordmann etwa fragt der neue Direktor nach einem für sie typischen Tag im Bismarck Seniorenstift. Die 93-Jährige muss nicht lange überlegen und zählt sämtliche Aktivitäten des Wochenprogramms auf. Ganz gleich, ob Zeitungsrunde, Gedächtnistraining, Sport oder Kultur – Klara Nordmann nimmt nahezu alle Angebote wahr. Vor drei Jahren kam die Seniorin nach einem Krankenhausaufenthalt zur Kurzzeitpflege in das Bismarck Seniorenstift. Danach wollte sie ursprünglich wieder zurück in ihr Haus nach Glinde. Heute ist sie froh, dass sie sich dann doch für das Leben im Seniorenstift entschieden hat. Besonders freue sie sich über ihr
schönes Zimmer, mit einem wunderbaren Ausblick. Auch Bewohnerin Erna Mientki fühlt sich im Bismarck Seniorenstift rundum wohl. Im August lebt die 83-Jährige bereits seit 6 Jahren im Mühlenweg. „Es gibt eigentlich immer etwas zu tun“, sagt Erna Mientki. Mal stehe Gymnastik für sie auf dem Programm, mal Massage. Außerdem freue sie sich über das Spieleangebote des Betreuungsteams.
„Wer neu einzieht, wird von uns begleitet und ausführlich über die Angebote im Haus informiert“ berichtet Regina Bargmann. Neue Bewohnerinnen und Bewohner werden zu Gesprächsrunden eingeladen.
„Diese Termine bieten mir Gelegenheit, ein erstes Feedback einzuholen“, sagt die Einrichtungsleiterin.
Sie berichtet auch über die Gottesdienste und Andachten, die regelmäßig im Haus stattfinden. Lektoren der Ansgar-Kirchengemeinde haben diese Aufgabe seit vielen jahren übernommen, und Pastor Siaquiyah Davis besucht das Bismarckstift so oft es ihm möglich ist zu seelsorgerlichen Gesprächen Die angebotene Seelsorge könnten auch Angehörige in Anspruch nehmen. Uwe Mletzko interessiert sich auch für den letzten Schritt im Leben der Bewohnerinnen und Bewohner: „Und was geschieht, wenn jemand stirbt?“, möchte er wissen. Da gäbe es in den Wohnbereichen ganz unterschiedliche Rituale des Abschieds, weiß Regina Bargmann. Kerzen werden entzündet oder Steine mit den Namen versehen – und in Gottesdiensten gedenkt man der Verstorbenen.
Direktor Uwe Mletzko begegnet an diesem Tag vielen Bewohnerinnen und Bewohnern und spricht mit Mitarbeitenden verschiedener Arbeitsbereiche. Auch wenn der Anschlusstermin drängt – der neue ESAChef setzt auf den persönlichen Austausch, sucht das Gespräch mit den Menschen und er tut vor allem eins: Er nimmt sich Zeit.
Karin Helmer, Geschäftsführerin der stadt.mission.mensch gGmbH, Pastor Uwe Mletzko, Vorstandsvorsitzender und Direktor der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, und Regina Bargmann, Einrichtungsleiterin des Bismarck Seniorenstifts
Text und Foto: Julia Gusovius, Referentin für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit

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