Die Zeit Dazwischen Gedanken zum Jahreswechsel

Es ist so schön still. Draußen ist es noch Nacht, obwohl
der Morgenkaffee heimelig dampft. Gedämpft dringen
Kinderstimmen vom Feldweg herüber, nur kurz, denn
der Schulbus wartet nicht. Die noch heil gebliebenen
Glühkerzen des Weihnachtsbaumes spenden
warmes, freundliches Licht…

Die „Zeit Dazwischen“, da ist sie nun wieder. Ich kann sie spüren, deutlich. Ich hatte sie schon vermisst, die Zeit zwischen Ende und Anfang, die Zeit „dazwischen“ halt.
Wie interessant und magisch sie ist. Am Anfang eines Jahres ist sie besonders zu spüren, sind wir besonders empfänglich dafür, wenn man innehält und das vorherige Jahr losgelassen und sich noch nicht in das neue hineingestürzt hat. Alles ist möglich, aber noch ist man im Dazwischen und die Zukunft kann warten. Ein Schwebezustand im wahrsten Sinne, denn das eine ist vergangen und das andere noch nicht da und kein Ballast behindert einen und sich und den Moment zu spüren fällt ganz leicht.
Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, diese Zeiten auch während des laufenden Jahres stärker aufzuspüren, die Chance und Magie, die in ihnen liegt, stärker wahrzunehmen.
Beim Zugfahren hatte ich diese wunderbare eigentümliche Erfahrung schon gemacht. Zwischen Verlassen und Ankunft war da plötzlich meine Zeit, wach und aufmerksam konnte ich den Moment hören und mich spüren.
Diese Zeit, denke ich, muss es auch beim Warten im Café auf einen Freund oder Freundin geben, auf dem Weg zur Arbeit mit den Öffentlichen, zwischen Ende des einen Prozesses und vor Anfang des nächsten… Die Zeit Dazwischen ist magisch, wenn wir es zulassen.
Ich werde auf jeden Fall Ausschau halten nach diesen besonderen Momenten und versuchen, diese Magie einzufangen. Es ist auf jeden Fall wunderbar, dass es sie gibt.
Ach, die Helligkeit ist zurück. Der Kaffee noch heiß. Wie schön!
Aus der Gemeinde

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