Aus der Arbeit des Kirchengemeinderates 06-2020

Liebe Gemeinde,
mein Bericht im letzten Gemeindespiegel endete mit unseren Überlegungen, wie wir das Amtszimmer von Pastor Davis und das Kirchenbüro nicht nur unter einen Hut bekommen, sondern auch möglichst ansprechend, aber kostengünstig gestalten. Beides ist unserer Ansicht nach gelungen und sogar beinahe kostenneutral!
In unserer Sitzung am 04.02., also kurz bevor Pastor Davis feierlich in sein neues Amt eingeführt wurde, haben wir uns letztmalig mit Pastor Ritthaler zu unserer Sitzung getroffen.
Diesmal war er als Gast dabei, denn seine Vakanzvertretungszeit endete am 01.02. Zum Abschied und als Dankeschön für seine Betreuung
haben wir ihm einen Gutschein für ein Abendessen mit seiner Frau geschenkt. Letztere musste durch die Doppelbelastung noch öfter als sonst auf ihn verzichten!
Dieter Bock hat uns zunächst die Jahresrechnung erläutert, und wir haben sie kurz diskutiert. Unter dem Strich sind wir mit unserer Planung für 2018 im Limit geblieben, alles, was an Überschüssen auftauchte, wurde unseren Baurücklagen einverleibt.
Da noch die Kassenprüfung fehlte, konnten wir die Abnahme der Jahresrechnungen 2018 nicht beschließen. Mittlerweile wurde die Kassenprüfung von Marina Umlauff und Martina Richter durchgeführt, es gab keine Beanstandungen. So werden wir in der nächsten Sitzung
den fälligen Beschluss fassen.
Unser nächster Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit dem Thema „Umzug des Kirchenbüros.“ Malte Allmeling berichtete uns, dass die technische Einrichtung von Computer und Telefon für den 18.02. vorgesehen sei. Das war zwar schon zwei Tage nach dem geplanten Umzug, aber mit dem Handy und mobilen Daten gelang es letztendlich.
Wir beauftragten nach Vorschlag von Marina Umlauff Malte Allmeling auch noch mit der Beschaffung von einem Briefkasten und zwei Hinweisschildern für das Gemeindebüro. Manchmal frage ich mich, wie Malte das alles noch so neben seiner Berufstätigkeit und Familie hinkriegt-aber es klappt einfach!
Noch wussten wir zu diesem Zeitpunkt nicht, wie genau der Einführungsgottesdienst von Pastor Davis ablaufen würde, insofern konnten wir über unsere mögliche Beteiligung daran nicht beraten.
Sabine Axthelm, u.a. unsere Frau für die jeweiligen freien Kollekten, unterbreitete uns den Vorschlag, dass wir Pastor Davis die Möglichkeit
geben sollten, ein von ihm ausgesuchtes Projekt durch die Kollekte seines Einführungsgottesdienstes zu unterstützen. Er wählte das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Hamburg aus, eine, wie wir finden, tolle Idee!
Pastor Ritthaler hat uns dann seine Pläne für die zukünftige Zusammenarbeit unserer Gemeinde mit der Gemeinde in Neuschönningstedt unterbreitet. Er schlug einen entsprechendenAusschuss vor, der sozusagen als Impulsgeber über die Form der Zusammenarbeit berät. Kerstin Lege hat sich spontan bereiterklärt, unsere Gemeinde in diesem Ausschuss zu vertreten – und ich mache auch mit! Vielen Dank Kerstin!
Bei unserer nächsten Sitzung wird dann erstmals Pastor Davis als neuer Pastor dabei sein – wir sind gespannt!
Bei unserer Sitzung Anfang März lief alles noch in gewohnten Bahnen ab, d.h. wir trafen uns um 20.00 Uhr im Gemeindehaus und berieten bis 22.00 Uhr. Die Tagesordnung war ungewöhnlich lang, denn zunächst mussten wir uns über den neuen Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden einigen. Dieter Bock hatte im Vorwege mit Pastor Davis besprochen, dass er weiterhin 1.Vorsitzender bleibt und so wählten wir Pastor Davis zum stellvertretenden Vorsitzenden. Da gab es keinen großen Beratungsbedarf!
Nachdem nun die Kassenprüfung der letzten Jahre vorlag, konnten wir auch die nun vollständige Jahresrechnung 2018 abnehmen und den
entsprechenden Beschluss dazu fassen.
Bei unserem nächsten Tagesordnungspunkt ging es um Personalangelegenheiten, in diesem Fall um die Weiterbeschäftigung unserer langjährigen Küsterin, Kerstin Lege. Das ist einfach unserer sehr gründlichen Bürokratie geschuldet, hatte aber dafür auch keinen
wirklichen Beratungsbedarf.
Den hatte dafür unser nächster Tagesordnungspunkt, die Gartenpflege in Ohe, und generell Überlegungen, wie wir die Gartenpflege unserer Grundstücke in Schönningstedt und Ohe ordentlich und gleichzeitig kostengünstig pflegen lassen können. In den letzten Jahren haben wir immer wieder auf junge Geflüchtete zugreifen können, die mit viel Einsatz das Grundstück in Ohe soweit wie möglich in Ordnung hielten. Da diese jungen Männer inzwischen alle in Lohn und Brot sind, ist diese Quelle versiegt. Bis wir eine gute und wirtschaftliche Lösung gefunden haben, wird Kerstin Lege Herrn Kitschke bitten, das Gartengrundstück in Ohe zu pflegen.
Zu guter Letzt beschlossen wir noch die freien Kollekten, hauptsächlich für die Jugendarbeit und die Orgelreinigung (Sie wissen schon..). Den Auftrag zur Orgelreinigung haben wir nun gegeben, die ursprünglich angedachten 15.000€ sind mittlerweile schwarz auf weiß auf knapp 20.000€ angewachsen!
Bei dieser Summe fällt so ein Beschluss nicht leicht, unumgänglich, wie er ist!
Alles, was wir dann noch planten, die Konfirmationsgottesdienste, das Ehrenamtlichen Essen und bestimmte Abendmahlsgottesdienste ist inzwischen Makulatur! Covid-19 hat uns alle voll im Griff, es gibt bis auf Weiteres erhebliche Einschränkungen, die Konfirmationen müssen verschoben werden, alle Sitzungen können nur als online-meetings stattfinden, keine Gottesdienste mehr, und,und,und.
Wir alle sind betroffen und müssen versuchen, kreative Lösungen zu finden, wie Gemeindeleben und die notwendigen Beratungen, Beschlüsse und Hilfsangebote sozusagen auf den Weg und unter die Leute gebracht werden können.
Zum Schluss noch eine positive Nachricht: Marina Umlauff hat zwei Geflüchtete mit dringendem Wohnraumbedarf, denen wir nun zwei Räume im leerstehenden Pastorat gegen eine entsprechende Nutzungspauschale vorübergehend zur Verfügung stellen. Damit sind die Kosten, die auch ein leeres Haus verursacht, gedeckt.
Ich bin ehrlich gespannt, was ich Ihnen von unserer nächsten Sitzung im April berichten kann, und wie es dann um uns alle steht!
Im April gab es dann aber gar keine Sitzung, zu viel Ungewissheit auf allen Gebieten machte es unmöglich, Beschlüsse vorzubereiten, geschweige denn zu fassen. Ostern stand vor der Tür, alle geplanten Osterurlaube waren der Situation zum Opfer gefallen, aber irgendwie
sollte das Gemeindeleben nicht ganz zum Erliegen kommen.
Pastor Davis machte den Vorschlag, die Kirchen zu den üblichen Gottesdienstzeiten für eine stille Andacht zu öffnen, jeweils fünf Besucher auf einmal konnten so in der Kirche für eine kurze Zeit ein stilles Gebet sprechen, eine Kerze anzünden oder einfach ihren Gedanken und Sorgen in der Ruhe der Kirche nachhängen. Um 10.15 Uhr versammelten sich dann alle Anwesenden im Kirchgarten und sprachen zum Läuten der Glocken ein Vaterunser. Doch die Zahlen der von Corona betroffenen Menschen in Deutschland nahmen immer mehr zu, und so auch die Anzahl derjenigen, die die stille Andacht besuchten.
Wir bauten aus Birkenästen Kreuze, die wir draußen in Ohe im Kirchgarten aufstellten bzw. in Schönningstedt außen an der Kirche aufhängten, so konnten die Besucher der Andachten auch draußen eine persönliche Zeit der Andacht und Stille halten.
Anfang Mai hatten wir unsere erste Sitzung als online Videokonferenz. Die Tagesordnung war außergewöhnlich lang, kein Wunder nach der längeren Zwangspause!
Dringend musste der Entwurf für den Haushaltsplan 2020 beschlossen werden. Wie immer hatte Dieter Bock ihn bereits durchgearbeitet und konnte uns so sicher durch den Zahlendschungel führen. Das am Ende erschreckende Ergebnis unserer finanziellen Situation konnte er insofern abmildern, als alle einzelnen Posten wegen der nicht abzuschätzenden wirtschaftlichen Folgen der Corona Pandemie so negativ wie möglich eingerechnet sind in diesem Haushaltsentwurf. Das heißt, dass es am Ende längst nicht so schlimm kommen muss und dass wir, gewarnt, unsere Ausgaben noch kritischer als bisher auf den Prüfstand stellen werden. Schließlich geht es ja um den Erhalt unserer Gemeinde und damit auch der Arbeitsplätze der kirchlichen MitarbeiterInnen.
Unter diesen Vorzeichen stimmten wir dem Haushaltsentwurf zu.
Da wir per Landesbeschluss die Erlaubnis bekommen hatten, ab Mitte Mai wieder –wenn auch eingeschränkt- Gottesdienste feiern zu dürfen, beschäftigten wir uns ausgiebig mit dem Tagesordnungspunkt:
Organisatorisches, z.B. Hygieneplan und Gestaltung der Gottesdienste. Marina Umlauff legte uns einen für unsere Verhältnisse angepassten Hygieneplan vor, den sie unter Mitwirkung von Kerstin Lege ausgearbeitet hatte. Nicht nur, dass darin festgehalten ist, wer, was und wann reinigen bzw. zu desinfizieren hat, sondern das muss auch jeweils im Detail in einer ausgehängten Liste mit Unterschrift dokumentiert werden. Die erforderlichen Abstände müssen eingehalten und die Anzahl der Kirchenbesucher je nach Vorgaben des Landes ausgerechnet werden, die mögliche Sitzverteilung muss gekennzeichnet werden.
Wer in dieser Zeit unsere Kirchen besucht hat, weiß, dass wir zusätzlich Namen und Anschrift der Gottesdienstbesucher in einer Liste eintragen mussten. Marina Umlauff hat alle diese Listen angelegt,
wofür wir sehr dankbar sind. Nebenbei sei bemerkt, dass sich die Vorgaben des Landes und der Kirche zeitweise im Wochentakt geändert haben, und wir die Pläne entsprechend anpassen mussten.
Das Wichtigste: der erste Gottesdienst konnte, wenn auch in leicht verkürzter Form, am 17.05. in Schönningstedt stattfinden. Auch das haben wir in unserer Sitzung so besprochen, und über all diese Überlegungen ging die vereinbarte Zeit von zwei Stunden vorbei, so dass Dieter Bock vorschlug, den Rest der Tagesordnung bereits in zwei Wochen auf einer Sondersitzung abzuarbeiten.
Und so trafen wir uns dann erneut „virtuell“ per Videokonferenz am 26.05. und wieder war die Tagesordnung umfangreich.
Zunächst informierten Marina Umlauff und ich den KGR, wie der erste Gottesdienst seit Aufhebung des Versammlungsverbotes abgelaufen war und wie sich die Hygieneregeln und Abstandsgebote umsetzen ließen. Auch wenn wir noch immer Beschränkungen in der Anzahl der Gottesdienstbesucher berücksichtigen mussten, fiel die Bilanz positiv aus: Alle hielten sich an die gebotenen Auflagen, kein Gottesdienstbesucher musste abgewiesen werden. Unter Berücksichtigung der Auflagen sind in Ohe 27 Gottesdienstbesucher und in Schönningstedt sogar noch einige mehr zugelassen.
Dieter Bock kündigte uns an, dass in der nächsten Woche, während einer weiteren Sondersitzung ein Referent des Kirchenkreises über das Thema „Perspektiven für die Arbeit in der Region“ mit uns über mögliche Entwicklungen sprechen wird. Die Frage, wo wir vielleicht durch die Zusammenarbeit mit unserer Nachbargemeinde Neuschönningstedt Kräfte und Aufgaben bündeln können, ist uns allen wichtig. Die regionale Jugendarbeit durch Diakon Thomas Hüttmann war bereits ein erster, wichtiger Schritt.Ein Gemeindemitglied hat zu Beginn der Corona Zeit in einem Brief an uns den Vorschlag gemacht, Gottesdienste und Andachtsmöglichkeiten in den Kirchgärten anzubieten und dafür dauerhafte Möglichkeiten wie Bänke und ein Kreuz bereitzustellen. Wir haben gründlich darüber diskutiert und nachgedacht und kamen zu dem Schluss, dass eine solche Einrichtung unsere technischen Möglichkeiten überfordert. Aufgenommen haben wir den Vorschlag insofern, als wir an der Außenwand der Schönningstedter Kirche und im Kirchgarten Ohe Birkenkreuze platziert haben mit jeweils einer Parkbank davor zur stillen Andacht und Einkehr.
Im Pastorat wohnt seit dem 01.04. ein junger Mann aus dem Jemen in zwei Zimmern. Die Miete, die wir dafür bekommen, deckt einen Großteil der Kosten, die auch ein leer stehendes Haus verursacht. Darüber sind wir recht froh! Marina Umlauff hat uns den dafür abgeschlossenen Nutzungsvertrag erläutert.
Noch ist der Sommer gar nicht richtig da (obwohl man es bei diesem seit Wochen anhaltend sonnigen Wetter glauben könnte), aber die kalte Jahreszeit kommt in ein paar Monaten auf uns zu. Wir müssen uns rechtzeitig um eine neue Heizung für das Gemeindehaus kümmern! Kerstin Lege und Marina Umlauff haben entsprechende Angebote eingeholt, sowohl für die Möglichkeit einer Heizungsmiete, als auch des Kaufs. Letztendlich haben wir uns nach Prüfung aller Zahlen für den Kauf entschieden, auch wenn das zunächst ein Loch in die Kasse reißt, aber auf die Dauer ist es eben doch preiswerter als die Miete.
Noch eine gute Nachricht zum Schluss: Der Parkplatz vor der Kirche in Schönningstedt gehört vollständig zum Kirchengrundstück!
Damit ist eine alte Frage geklärt, Marina Umlauff hat diese Aussage von der Stadt Reinbek auf Anfrage bekommen, und nun können wir
zumindest ein Hinweisschild aufstellen.
Vielleicht ist nicht alles so spannend, was ich Ihnen in dieser Ausgabe des Gemeindespiegels berichten konnte, es ist, auch unter erschwerten Bedingungen, das „tägliche Brot“ unseres Gremiums , das gehört einfach dazu!
Mit den allerbesten Wünschen, dass Sie, dass wir alle auch weiterhin gesund bleiben und in der Hoffnung, dass sich die Zeiten weiterhin in Richtung Normalität entwickeln und mit einem großen Dankeschön für Ihre Geduld.
Ich grüße Sie herzlich Ihre Felicitas Keerl

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