Aus der Arbeit des Kirchengemeinderates 2019-06

Liebe Gemeinde,
im ersten Halbjahr des neuen Jahres beschäftigen sich unsere Planungen und Beratungen verstärkt mit der Zeit nach dem Ausscheiden von Pastor Kleinhempel.
Jetzt ist gerade Anfang Februar und für mich kann ich sagen, dass mir die kommende Veränderung trotzdem noch sehr unwirklich vorkommt!
Am 29.01. haben wir uns zu unserer ersten Sitzung im neuen Jahr getroffen. Zwei besonders spannende Punkte standen auf der Tagesordnung:
Herr Röpstorff vom Fachbereich Diakonie und Bildung im Kirchenkreis Hamburg-Ost stellte uns eine sehr informative PowerPoint-Präsentation zur regionalen Jugendarbeit vor. Wie Sie vielleicht wissen, wird unsere Jugendmitarbeiterin Nicola Reichert uns im Sommer verlassen, d.h. wir wollen und müssen nach neuen Lösungen suchen, wie die Jugendarbeit in unserer Gemeinde sinnvoll weitergehen kann. Sinnvoll ist es, die Jugendarbeit regional zu organisieren, d.h. zwei oder drei Gemeinden schließen sich zusammen und richten eine Vollzeitstelle für Jugendarbeit ein. Herr Röpstorff gab uns viele wertvolle Hinweise, wie so ein Zusammenschluss organisiert werden kann, dass möglichst viele Jugendliche davon profitieren.
Marina Umlauff und Birgitta Schultz werden für unsere Gemeinde an den Planungen im Regionalausschuss mitarbeiten.
Außer über die zukünftige Organisation der Jugendarbeit diskutierten wir über die Modalitäten und Gestaltung der Zeit bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle.
Wir werden in der nächsten Sitzung mit Herrn Pastor Soltmann vom Kirchenkreis eine passende Ausschreibung erarbeiten, die dann umgehend im Amtsblatt veröffentlicht wird.
Da die neue Pfarrstelle eine Teilzeitstelle (50%) ist, werden wir sicher einen gewissen Umbruch im Gemeindeleben hinnehmen müssen. Wie ein etwaig entstehendes Vakuum zu füllen ist, damit werden wir uns noch öfter beschäftigen. Sicher ist, dass Vertretungen im Monat Juni stattfinden und auch eine längerfristige Vakanz-Vertretung geplant ist.
Im Übrigen haben wir beschlossen, jeweils für Schönningstedt und Ohe einen Defibrillator anzuschaffen. Spätestens nachdem nun am 10.02. 2019 ein Großteil unserer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter einen Ersthelferlehrgang absolviert hat, ist diese Anschaffung so sinnvoll wie nötig.
Wie geplant hatten wir auf unserer Sitzung im Februar Propst Bohl und Pfarrer Soltmann vom Kirchenkreis zu Gast. Pastor Soltmann ist der für unsere Propstei zuständige Personalentwickler für Pastoren, somit konnten wir auf professionelle Hilfe bei der Ausschreibung zugreifen. Zunächst legte uns Pastor Soltmann einen Zeitplan für das Ausschreibungsverfahren vor, damit wir nicht unnötig Zeit bis zur Neubesetzung verlieren.
Insgesamt zieht sich das Ausschreibungsverfahren, wenn alle Fristen und Vorgaben eingehalten werden, über 4 Monate hin. Danach beschrieben alle Mitglieder des Kirchengemeinderates, was ihnen an der Gemeinde und im Hinblick auf das Profil des/der neuen Pastor/in besonders am Herzen liegt. Aus der Vielfalt unserer Wünsche erstellte uns Pastor Soltmann dann einen zielgenauen Ausschreibungstext, den er uns in der Sitzung im März vorlegte. Neben den professionellen Textteilen, erarbeitete Marina Umlauff auch einen eigenen Teil zur Beschreibung unserer Gemeinde, sozusagen als persönliche Vorstellung, die unser aller Bild unserer Gemeinde und ihres Umfeldes darstellte.
Im März haben wir dann gemeinsam mit Pastor Soltmann den Entwurf der Ausschreibung besprochen, Änderungen vorgeschlagen und Formulierungen angepasst und auch „unsere“ Beschreibung eingefügt. So entstand eine absolut aussagekräftige Stellenbeschreibung, die alle unsere Wünsche berücksichtigte und die wir nun getrost und voller Hoffnung auf Erfolg ins Rennen geschickt haben. Wir wünschen uns, dass unsere Gemeinde auch in Zukunft eine geistliche Leitung hat, der alle vertrauen können und die offen ist für alte und neue Wege! Nur, damit Sie nicht den Eindruck haben, wir hätten ein bisschen auf Sparflamme beraten in den letzten Sitzungen: für die Diskussionen und Überlegungen mit allen“ Fürs und Widers“, haben wir viel Zeit gebraucht, denn s.o. wir möchten mit der Neubesetzung gerne eine Punktlandung erzielen!

Auch aus unserer Sitzung im April kann ich Ihnen nur von einem einzigen Tagesordnungspunkt berichten. Wir haben intensiv über die verschiedenen Möglichkeiten nachgedacht und beraten, wie die finanzielle Situation zum Erhalt unserer Kirche langfristig zu sichern sei. Kompetente Unterstützung hatten wir durch Herrn Brüssow, dem Bausachverständigen im Kirchenkreis-Ost. Besonders über die Zukunft des Pastorates haben wir lange diskutiert, denn dieses klassische Pastorendomizil ist arg in die Jahre gekommen. Alle Möglichkeiten lagen auf dem Tisch: Abriss, Sanierung, Teilsanierung-was macht Sinn? Vermieten (für den Fall, dass der zukünftige Pastor/die Pastorin nicht dort wohnen möchte. Da es sich um eine 50%-Stelle handelt, besteht für Pastor Kleinhempels Nachfolger/in keine sogenannte Residenzpflicht) Abriss-Neubau, oder vollständige Sanierung haben wir mehr oder weniger verworfen wegen der zu hohen Kosten.
Letztendlich gab es bei unseren Überlegungen noch zu viele Unbekannte, als dass wir einen Beschluss hätten fassen können.
Immerhin haben wir aus diesem Abend unsere Ideen ziemlich gut sortiert mitgenommen und können, wenn die Neubesetzung der Pfarrstelle stattgefunden hat, zügig eine Entscheidung treffen.
Nun komme ich schon zu der letzten Sitzung, über die ich in dieser Ausgabe berichte:
Viel Neues gab es nicht, wie Sie sich vielleicht denken können, denn erstens steht die Sommerpause mit den Ferien an und zweitens haben wir die Pflichtaufgaben wie Haushalt und die Anzeige zur Neubesetzung unserer Pfarrstelle abgearbeitet.
Beide Themen bedurften der größten Sorgfalt und haben viel Zeit beansprucht, damit wir die Zukunft unserer Gemeinde sowohl finanziell als auch personell in die richtigen Bahnen lenken konnten.
Wir hatten uns auf unserer letzten Sitzung noch mit dem Ergebnis der Baubegehung unserer Kirchen und des Gemeindehauses zu befassen. Hier gilt es abzuwägen, was möglichst umgehend zu renovieren bzw. reparieren ist und was noch etwas warten kann. Sicher ist, dass Stolperfallen beseitigt werden müssen, besonders im Vorraum der Kirche in Ohe. Was das Pfarrhaus betrifft, so werden wir dazu eine Entscheidung treffen, wenn klar ist, ob der oder die mögliche Nachfolger/in dort einziehen möchte. Unsere Immobilien sind entschieden in die Jahre gekommen und die Erhaltung kostet schlichtweg immer mehr Geld. Da müssen wir den einen oder anderen Spagat machen.
Ein interessanter und zukunftsweisender Punkt unserer Sitzung war der Bericht von Birgitta Schultz, die an der Sitzung der regionalen Steuerungsgruppe für die Jugendarbeit in unserer Region (Glinde, Neuschönningstedt und Schönningstedt-Ohe) teilgenommen hat. Das Ziel ist die Einstellung eines hauptamtlichen Diakons, der die Jugendarbeit an einem zentralen Ort, der von allen Gemeinden aus gut zu erreichen ist, organisieren wird. Die Finanzierung macht uns noch Bauchschmerzen, aber wir hoffen, dass wir uns mit dem uns möglichen geringen Beitrag im Vergleich zu den anderen Gemeinden, beteiligen können.
Insgesamt wäre das Projekt Jugendarbeit ein großer Gewinn für die Gemeinde und eine große Chance für unsere Jugendlichen.
Einen Beschluss haben wir auch gefasst, wir schaffen 50 neue Stühle für unsere Kirchen an.
Kerstin Lege hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass unsere alten Klappstühle allesamt instabil sind und somit eine potentielle Unfallgefahr darstellen.
Außerdem schaffen wir für unsere Kirchen zwei Defibrillatoren an, die Malte Allmeling besorgen wird.
Das wars nun für diesmal, wir alle sehen mit sehr gemischten Gefühlen dem Abschied unseres Pastors Benedikt Kleinhempel entgegen. Von hier aus wünsche ich ihm, und ich glaube, das ist in Ihrer aller Sinne, einen guten Übergang in den Ruhestand und dass er sich recht bald in diesen neuen Lebensabschnitt eingewöhnt. Dazu möge Gott ihm Kraft, Mut und eine stabile Gesundheit schenken!
Bis zur nächsten Ausgabe grüße ich Sie alle ganz herzlich und wünsche allen Urlaubern erholsame und schöne Ferien!
Ihre Felicitas Keerl

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