Aus der Arbeit des Kirchengemeinderates 02-2020

Liebe Gemeinde,
GOTT SEI DANK,WIR HABEN EINEN NEUEN PASTOR!!
Natürlich wissen Sie das längst, aber ich möchte Ihnen gerne wiedergeben, wie froh und dankbar wir über die Entwicklung unsere
Gemeindesituation seit meinem letzten Bericht sind!
Schauen wir zurück: Im Oktober haben wir zwei große Themen diskutiert und beraten.
Herr Bock und Pastor Ritthaler berichteten uns über den Stand der Verhandlungen über das Konzept der regionalen Jugendarbeit.
Pastor Ritthaler erläuterte uns anschließend das Konzept der Region 24, nämlich Glinde, Neuschönningstedt und Schönningstedt-Ohe. Für
uns ganz besonders interessant war der Teil der Finanzierung, denn unter den drei Gemeinden sind wir diejenige, die den geringsten Anteil dazu beitragen kann. Tatsächlich nimmt das Finanzierungskonzept unsere besondere Situation auf, d.h. wir sind jetzt mit einem Beitrag
dabei, den wir uns auch längerfristig leisten können. können so gedeihlich zusammenarbeiten! Wir haben erleichtert das Konzept beschlossen.
Damit nicht genug, Pastor Ritthaler informierte uns, dass sich der Diakon Thomas Hüttmann initiativ auf die Stelle als Leiter der
regionalen Jugendarbeit beworben hat und teilte uns die Absicht mit, auf eine Ausschreibung zu verzichten. Thomas Hüttmann ist vielen in
unserer Gemeinde seit langer Zeit bekannt, er wirkte hier bereits als Diakon und war Zivildienstleistender in unserer Gemeinde. Ich erinnere
mich auch an die Mutter von Thomas Hüttmann, die eine geschätzte Lektorenkollegin war.
Es war nicht schwer für uns, den Verzicht auf die Ausschreibung zu beschließen, denn: wir wollten Thomas Hüttmann! (s. auch S. 8)
Als Vertreterinnen für die regionale Steuerungsgruppe der Jugendarbeit wählten wir auf Vorschlag von Kerstin Lege Marina
Umlauff und Birgitta Schultz, ich fungiere als Vertreterin, wenn nötig.
Nach diesen erfreulichen Beschlüssen dämpfte Dieter Bock unsere aufkommende Euphorie mit der Information, dass sich auch auf die zweite Stellenausschreibung zur Suche eines Pastors niemand beworben hat. Eine dritte Ausschreibung ist wenig sinnvoll, deshalb haben wir darauf verzichtet und beschlossen, das Landeskirchenamt um die Beauftragung eines/einer Pastors/Pastorin im Probedienst mit der Verwaltung der Pfarrstelle.
Etwas Erfreuliches hatte Dieter Bock uns aber auch noch mitzuteilen: aus einem Digitalisierungsprogramm stehen unserer Gemeinde noch 4000€ zur Verfügung. Somit können wir bei Bedarf einen neuen Computer und einen Drucker anschaffen.
Bezüglich der von der Stadt geplanten Aufstellung eines Glascontainers auf dem Parkplatz vor der Kirche haben wir bislang noch keine Antwort auf unsere Anfrage bekommen, allerdings auch keinen Glascontainer-ein gutes Zeichen>?
Im November beschlossen wir, dass die Stelle der Vorlesekraft, die für Pastor Kleinhempel benötigt wurde, aus unserem Stellenplan gestrichen werden soll. Dieter Bock berichtete von einer positiven Antwort des Kirchenkreises auf unsere Haushaltsführung. Unsere Sparmaßnahmen und die Rücklagenzuführung sind somit von höherer Stelle gewürdigt. Erfreulich war auch die Botschaft, dass wir für das Jahr 2018 noch eine Sonderausschüttung von 5.153€ erhalten, die wir selbstverständlich der allgemeinen Ausgleichsrücklag, das ist sozusagen der Spartopf für alle Fälle, zugeführt haben. Die Gemeindezuweisung für das Jahr 2020 wird 81.886€ betragen, womit wir nun eine feste Größe für unseren Haushalt haben.
Einer der kupfernen Wasserspeyer in Fischform an der Regenrinne der Eingangstür der Oher Kirche ist gestohlen worden.
Dieser Tatbestand hat uns einigermaßen sprach, -aber nicht tatenlos gemacht! Marina Umlauff hat sich der Sache angenommen und eine
Möglichkeit gefunden, einen neuen Fisch zu erwerben.
Innerhalb des KGR haben wir eine Arbeitsgruppe „ Arbeitsfelder der Kirchengemeinde“ gegründet. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, alle
Stellenbeschreibungen neu zu überdenken und wo immer möglich, Überstunden und hohe Kosten einzudämmen. Marina Umlauff, Sabine
Axthelm und ich werden uns im Lauf der nächsten Zeit damit beschäftigen und herauszufinden versuchen, was möglich und sinnvoll
machbar ist.
Das Beste zum Schluss: Dieter Bock informiert uns, dass es einen Interessenten für die Pfarrstelle gibt, der sich innerhalb einer Woche bei uns vorstellen möchte! Damit hatten wir kaum rechnen können, nachdem unsere Ausschreibungen nicht zu einer Bewerbung geführt hatten, umso größer war die Vorfreude auf den möglichen Kandidaten!
Und dann ging es Schlag auf Schlag:
Eine Woche später also die nächste Sitzung. Der einzige Tagesordnungspunkt: Gespräch mit Pastor Davis .
Bereits bevor einer von uns um 20.00 Uhr zur Sitzung kam, war er schon da und begrüßte jeden von uns-unser-hoffentlich- neuer Pastor! Als
Tischvorlage hatten wir seine Bewerbung und einen sehr detaillierten Lebenslauf, der Bestes hoffen ließ. Propst Bohl nahm an der Sitzung moderierend als Gast teil. Er schlug eine Vorstellungsrunde der einzelnen KGR-Mitglieder und nachfolgend eine persönliche Vorstellung von Pastor Siaquiyah Davis vor. Um uns gegenseitig kennenzulernen war diese Vorstellungsrunde recht umfassend, schließlich sollten ja alle Beteiligten eine Idee bekommen, mit wem sie es möglicherweise in der Zukunft zu tun haben würden.
Pastor Davis hat uns alle ausnahmslos durch sein offenes Wesen, seine sympathische und authentische Art, seine persönliche Geschichte und seinen lebendigen Glauben in seinen Bann gezogen.
Nachdem wir nun alle einen Eindruck voneinander gewonnen hatten, hatten wir nach einer kurzen Information , wie Propst Bohl den
Kandidaten für uns gefunden hatte, die Gelegenheit, Pastor Davis Fragen hinsichtlich seiner Vorstellungen über seine Arbeit in unserer
Gemeinde zu stellen. Es wird nicht leicht sein, wenn man im Nord-Westen von Hamburg wohnt und in Schönningstedt-Ohe eine 50%-
Stelle hat, alles unter einen Hut zu bekommen, aber unsere Bedenken konnte Pastor Davis wenn nicht ganz zerstreuen, so doch wesentlich
abmildern. Eine Aussage von ihm möchte ich besonders hervorheben:
„Ich möchte das Leben der Gemeinde nicht verpassen!“
Wir glauben, dass er einen guten Weg für uns alle finden wird.
In Abwesenheit von Pastor Davis besprachen wir uns nach der Fragestunde und beschlossen einstimmig, auf die Ausschreibung der
Pfarrstelle zu verzichten und direkt auf Pastor Davis zuzugehen.
Propst Bohl erläuterte Pastor Davis und uns das Pfarrstellenbesetzungsverfahren (was für ein Wort!). Diese außerplanmäßige Sitzung mit nur diesem einzigen Tagesordnungspunkt war die längste, seit ich im KGR Mitglied bin-und das seit 17 Jahren! Es folgten beinahe im Wochentakt: die formelle Information der Gemeinde bei dem Gemeindegespräch nach dem Vorstellungsgottesdienst unseres neuen Pastors am 01.12 und einer sich daran anschließenden Sitzung des KGR um den offiziellen Beschluss zu fassen, die Wahl von Pastor Davis einzuleiten. Die
Wahlsitzung des KGR am 10.12. und nach Ablauf aller Einspruchsfristen die Bestätigung der Wahl am 22.12.
Das ist wahrlich für Sie und uns alle ein großartiges Weihnachtsgeschenk!!!
Beim Vorstellungsgottesdienst hatten wir beinahe „volles Haus“ und auch bei dem Gemeindegespräch gab es eine rege Beteiligung.
Pastor Davis hat mit seiner Art und seiner Predigt die Gottesdienstbesucher beeindruckt und auch durch seine Offenheit bei der Beantwortung aller Fragen überzeugt.
Ich fasse die Dezembersitzungen hier kurz zusammen:
Frau Schultz fragte Pastor Davis unmittelbar nach dem Gemeindegespräch, welchen Eindruck er denn von unserer Gemeinde gewonnen hätte. Pastor Davis äußerte sich sehr positiv darüber, dass die Gottesdienstbesucher seiner Predigt mit großer Aufmerksamkeit und wachem Interesse folgten. Nach dem Gemeindegespräch hätten er und seine Familie das Gefühl gehabt, in Zukunft gut und vertrauensvoll mit der Gemeinde zusammenarbeiten zu können.
Wir haben dann noch einige kurze Ideen zum künftigen Aufbau der Regionalisierung ausgetauscht, waren uns aber bald einig, dass man Pferde nicht von hinten aufzäumt und wir dieses Thema erst nach dem Dienstantritt von Pastor Davis gründlich behandeln wollen. Einen Termin für den Einführungsgottesdienst müssen wir noch festlegen, den geben wir aber natürlich der Gemeinde rechtzeitig bekannt!
Und dann kam am 10.12.2019 der Tag, an dem alles besiegelt wurde durch die offizielle Wahl von Pastor Davis zum neuen Pastor unserer Gemeinde. Ich verrate hier kein Staatsgeheimnis, wenn ich Ihnen erzähle, dass wir natürlich geheim gewählt haben und von den acht Wahlberechtigten acht „Ja“-Stimmen abgegeben wurden! Propst Bohl leitete auch diese Sitzung und rief unmittelbar nach der Wahl
Pastor Davis an, um ihm das Ergebnis der Wahl mitzuteilen. Pastor Davis hat die Nachricht sichtlich erfreut zur Kenntnis genommen!! In
dieser Sitzung haben wir auch mit Propst Bohl über die Einführung der von der Landessynode vorgeschlagenen „Grundlinien kirchlichen
Handelns gesprochen. Propst Bohl hat uns die wesentlichen Neuerungen erläutert, sie beziehen sich überwiegend auf die Anpassung der Amtshandlungen (Konfirmation Hochzeiten, Taufen, Abendmahl, Beerdigungen) an die veränderte Lebenswirklichkeit.
Heute wird die Kirche sehr viel offener für alle Menschen, die die Angebote annehmen möchten, und das ist aus unserer Sicht gut so!
Pastor Ritthaler machte uns darauf aufmerksam, dass unsere Gemeindesekretärin, Frau Murach weit mehr als die ihr bezahlten Stunden für unsere Gemeinde tätig ist. Sie ist immer ansprechbar und nie ungeduldig, wenn man mit Fragen welcher Art auch immer zu ihr kommt, das ist ein Einsatz, der nicht selbstverständlich ist! Hier und jetzt möchte ich mich deshalb im Namen des gesamten Kirchenvorstandes ganz herzlich bei Doris Murach für ihre beispielhafte Arbeit für unsere Gemeinde danken! Doris, was wären wir ohne Dich?????
Bevor wir für dieses Jahr aus dieser unserer letzten Sitzung auseinander gingen, saßen wir noch eine Weile bei einem Glas Feuerzangenbowle (Tradition!) zusammen.
Ich weiß sehr wohl, dass dieser Bericht ungewöhnlich lang ist, aber Sie sollen ja auch wirklich über alles, was wir planen, denken und
entscheiden informiert sein.
Deshalb nun noch die Sitzung vom 14.01., unserem ersten Treffen im neuen Jahr:
Abgesehen davon, dass Uwe Lege, der Ehemann von Kerstin Lege , nach langer krankheitsbedingter Abwesenheit nun wieder seine Arbeit als unterstützender Küster aufnehmen konnte, und wir deshalb seine Weiterbeschäftigung beschließen konnten, haben wir uns ausführlich mit der Einrichtung des zukünftigen Arbeitszimmers von Pastor Davis und dem Kirchenbüro beschäftigt. Vorausgegangen war eine Ortsbesichtigung der bisherigen Räumlichkeiten im Pastorat durch Pastor Ritthaler, Pastor Davis und Thomas Hüttmann. Alles drei kamen zu der Auffassung, dass hier eine umfangreiche Änderung vonnöten ist. Die alten Räume sind höchst renovierungsbedürftig, die sanitären Anlagen ebenso und das Kirchenbüro ist entschieden zu klein. Die drei Herren machten den Vorschlag, Amtszimmer und Kirchenbüro gemeinsam in einen Raum im Gemeindehaus zu verlegen. Wir haben das Für und Wider lange diskutiert, sowohl was die Machbarkeit, als auch die Kosten betrifft und haben uns dann den kleinen Raum im Gemeindehaus gründlichst unter dem Aspekt der neuen Nutzung angesehen. Nach der erfreulichen Feststellung, dass dort bereits die Vorkehrung für die Telekommunikationseinrichtung vorhanden ist (Kurt Bentz sei Dank, der damals den Bau des
Gemeindehauses maßgeblich betreut hat!) fassten wir den Entschluss, Amtszimmer und Büro in diesem Raum zusammenzulegen
(s. auch S. 7). Der Raum ist hell, freundlich, geräumig und gemütlich zugleich, selbst für den kleinen Kaffee zwischendurch wäre durch die
Pantry gesorgt.
Diese Entscheidung führt zwangsläufig zu der Frage, was denn nun mit dem Pastorat geschehen soll, wenn es von unserer Gemeinde nicht mehr genutzt wird. Im Raum stehen vorerst zwei Ideen, die wir bis zur nächsten Sitzung reifen lassen und der Machbarkeit wir ausloten, und dann berichte ich Ihnen im nächsten Gemeindespiegel, wie und warum wir uns wozu entschieden haben. Es bleibt spannend….
Dass wir nicht nur die Köpfe rauchen lassen, sondern auch tatkräftig anpacken können, zeigt unsere abschließende Vereinbarung: Marina
Umlauff hat uns klar gemacht, dass jetzt der richtige und nötige Zeitpunkt ist, alle unsere Gebäude zu entrümpeln und neu zu ordnen. In einem Tag ist das vermutlich kaum zu schaffen, aber am 24.03. stehen wir bereit, uns von allem zu befreien, was lange genug Staub in welchen Ecken auch immer angesetzt hat!
Nach diesem Marathonbericht grüße ich Sie nun erschöpft (was Sie vom Lesen sicher ebenfalls sind) und freue mich, wenn Sie auch weiterhin lesend Anteil an den Geschicken unserer Gemeinde nehmen!
…es ist ja nicht immer so ausführlich!
Herzlichst Ihre Felicitas Keerl

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