Aus der Arbeit des Kirchengemeinderates 2021-06

Liebe Gemeinde.

02.02.2021

– Unsere Tagesordnung war auch diesmal umfangreich, eine Tatsache, an die wir uns erst gewöhnen müssen, denn das bedeutet, dass wir bei sorgfältiger Beratung immer wieder Tagesordnungspunkte auf die nächste Sitzung verschieben müssen. Dadurch treten wir bei bestimmten Themen immer wieder auf der Stelle, aber es tauchen auch immer wieder neue Punkte auf, deren Beratung nicht verschiebbar ist, weil sie an festgelegte Termine gekoppelt sind.
Unser erster Beschluss war z.B. unaufschiebbar: Wir beschlossen einstimmig die Gründung des Pfarrsprengels-Nord (der Name, den wir
gemeinsam mit dem KGR Neuschönningstedt festgelegt haben). Sobald die Synode dem Antrag (ebenfalls einstimmig beschlossen) zur Gründung dieses Pfarrsprengels zustimmt, wird es also amtlich-was für ein Schritt!
Diese beiden Beschlüsse führten dazu, dass wir auch die ehrenamtlichen Vertreter unseres KGR im geschäftsführenden Ausschuss des Pfarrsprengels beschlossen haben. Marina Umlauff und ich werden diese Aufgabe wahrnehmen, Birgitta Schultz ist als Vertreterin mit im Boot.
Der nächste nicht aufschiebbare Punkt unserer Beratungen war die Frage, in welcher Form die nächsten Gottesdienste stattfinden sollen. Wegen der wieder ansteigenden Infektionszahlen und der Unmöglichkeit belastbarer Vorhersagen, haben wir uns für Online-Gottesdienste zunächst bis Ende Februar entschieden.-Inzwischen wissen Sie längst, dass auch im März, incl. Ostern nur online-Gottesdienste stattfanden, die Pandemie-Situation ließ uns keine andere Wahl!
Birgitta Schultz hat uns auf die Idee gebracht, wöchentlich eine kurze Telefonandacht auf zu sprechen- wobei das Gerät, das eine dreiminütige
Aufsprache erlaubt, erst mal angeschafft werden musst. Das hat unser „Cheftechniker“ Malte Allmeling veranlasst! Birgitta Schultz hat dann auch umgehend die ersten Andachten aufgesprochen-vielleicht haben Sie ja einmal davon profitieren können?!
Marina Umlauff hat weitere Mieter für das leerstehende (dennoch Kosten verursachende Pastorat): einen Geflüchteten und die SVS. Letztere hat zwei Räume für eine „Repair-Gruppe“ und eine Kunst-Gruppe gemietet. Dank dieser Vermittlung kann das Pastorat nun für uns kostenneutral genutzt werden.
Dieter Bock informierte uns, dass die Bauabteilung des Kirchenkreises an allen älteren Kirchen den Zustand der Betonteile untersucht. Da heißt es für uns „Daumen drücken“, denn eine Betonsanierung würde uns finanziell schwer belasten. Beschlossen haben wir in diesem Zusammenhang, dass die Bauabteilung Einsicht in die Bauakte erhält.
Anfang März traf ich beim Verteilen des Gemeindespiegels einen netten Herrn, der mich auf meine Berichte aus dem Kirchengemeinderat ansprach und vorschlug die einzelnen Termine der Sitzungen etwas klarer herauszuheben. Dieser Idee folge ich gerne.

Am 02.03.2021

fand unsere dritte Sitzung in diesem Jahr statt. Wir haben, den mehrfach aufgeschobenen Punkt: Haushaltsplan 2021 beraten und beschlossen. Dieter Bock musste uns zunächst darüber informieren, dass der Haushaltsplan 2020 mit einem Minus von 26.490€ unterfinanziert war.(Sie erinnern sich: das finanzielle Großprojekt Orgelreinigung!) Den Brocken mussten wir erst einmal verdauen und klar ist, dass wir noch mehr als bisher unsere Ausgaben auf den Prüfstand stellen müssen. Erschwerend kommt dazu, dass in der Zeit der Pandemie die Kirche viele Mitglieder verloren hat und unsere Zuweisungen damit beträchtlich geringer ausfallen als in den Vorjahren (die Höhe der Zuweisungen richtet sich nach der Anzahl der Gemeindemitglieder). Dieter Bock hat uns alle gebeten, bis zur nächsten Sitzung Vorschläge auszuarbeiten, wie und wo wir im laufenden Jahr Kosten einsparen können. An dieser Stelle kann ich Dieter Bock nur danken, dass er alljährlich unsere Haushalte so genau analysiert und uns diese und eventuelle Konsequenzen so verständlich erklärt! Der Haushaltsplan 2021 wurde also von uns beschlossen und noch im März im Gemeindehaus zur öffentlichen Einsicht ausgelegt.
Unser nächster Punkt befasste sich mit weiteren Schritten in Richtung Ressourcen einsparen durch den Pfarrsprengel.
Es geht um ein Internetprogramm namens „Church Tools“ , das vom Kirchenkreis angeboten wird und das u.a. die Vernetzung mehrerer Gemeinden ermöglicht.
Unser Diakon Thomas Hüttmann ist der Administrator und wird uns dieses Programm noch in seinen Einzelheiten und Möglichkeiten vorstellen. Zwei Personen aus unserer Gemeinde sollten sich auf dieses Programm durch Workshops schulen lassen. Den Beschluss dazu werden wir in der nächsten Sitzung fassen, da sonst die Teilnahme an der Schulung ausgeschlossen ist.
Wieder haben wir uns ausführlich mit der Frage befasst:
Präsenzgottesdienste ja oder nein. Da die Infektionszahlen unentwegt steigen, haben wir einstimmig beschlossen, dass es bis einschließlich Ostern keine Präsenzgottesdienste geben wird und wir weiter Online-Gottesdienste anbieten. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen!
Birgitta Schultz teilte uns mit, dass sich ihr Bruder angeboten hat, sich um die Gestaltung unserer zukünftigen Internetseite zu kümmern. Sie wird mit den beiden Internet –Verantwortlichen der Neuschönningstedter Gemeinde bis zur nächsten Sitzung diesbezüglich Kontakt aufnehmen. Auch das ist ein weiterer Baustein in der Gestaltung des Pfarrsprengels, das Ziel ist, einen gemeinsamen Internetauftritt einzurichten, in dem beide Gemeinden separat dargestellt sind.
Ich habe unter dem letzten Punkt: Berichte/Verschiedenes noch einmal darauf hingewiesen, dass der Kirchenkreis allen ehrenamtlichen Mitarbeitern zu deren Schutz Ehrenamtsverträge anbietet, die wir in unserer Gemeinde bislang nicht abgeschlossen haben. Da wir einen erheblichen Teil der Gemeindearbeit ehrenamtlich leisten (und aus Kostengründen auch leisten müssen), ist das eine wichtige Absicherung für die ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Wir werden darüber bis zur nächsten Sitzung weitere Informationen einholen und einen Beschluss fassen.

06.04.2021

– Wie immer ist die Tagesordnung ausgesprochen umfangreich. Diesmal beschließen wir gleich zu Beginn, drei Tagesordnungspunkte auf die
nächste Sitzung zu verschieben, denn es gibt zumindest einen unaufschiebbaren Punkt, der eines weitreichenden Beschlusses und deshalb
einer gründlichen Information des KGR bedarf. Außerdem sind zwei Gäste mit einem besonderen Anliegen eingeladen.
Als erstes berichtet uns Gast Nr.1, Silke Althoff, die Verbindung zu Sachsenwaldau für unsere Gemeinde hält, von der Ausstellung „Fast 100
Arten, Corona zu beschreiben“. Bewohner der Einrichtung „Fördern und Wohnen“ haben sich ihre Sorgen, ihren Frust und auch ihre Hoffnung
sozusagen vom Herzen gemalt. Die Bilder, die dabei entstanden können nun auch außerhalb von Sachsenwaldau ausgestellt werden (siehe Bericht Gemeindespiegel 11/2020). Unser Gast Nr.2, Thomas Hüttmann bringt spontan die Idee ein, einzelne Bilder z.B. in einem online-Gottesdienst zu zeigen und/oder auch zu thematisieren. Wir werden sehen, wie sich das realisieren lässt, schön wäre es, die Arbeiten der Bewohner auf diese Weise bereits jetzt würdigen zu können.
Nächster Punkt : wir möchten uns dem Projekt „Church Tools“ anschließen, das vom Kirchenkreis für alle Gemeinden entwickelt wurde. Als
Chef-Administrator unserer Region erklärt Thomas Hüttmann uns kompetent und gründlich worum genau es sich in diesem Vernetzungs-Projekt handelt.
Kurz gesagt, es vereinfacht die Kommunikation zwischen den Gemeinden, kann sowohl Daten der einzelnen Gemeinden verwalten, als diese auch den anderen Gemeinden zugänglich machen, verwaltet Räume, Ausstattungsgegenstände und Ressourcen(z.B.„Hallo Glinde, können wir für unser Gemeindefest eure Biertischgarnituren leihen?“), dient auch der Abstimmung von Terminen u.v.m. Aus jeder Gemeinde müssen zwei
Mitarbeiter in Workshops auf dieses Programm geschult werden. Aus unserer Gemeinde haben sich dankenswerter Weise Marina Umlauff und Martina Richter für diese ziemlich zeitaufwändige Schulung zur Verfügung gestellt. Ein Vorteil, dieses Programm als Projekt der Region einzuführen, soll auch nicht unerwähnt bleiben: es wird dadurch auch für uns finanziell tragbar, denn die beizutreten!
Leider mussten wir auch wieder das Aussetzen der Präsenzgottesdienste beschließen, zunächst bis Anfang Mai.
Unser vorletzter Tagesordnungspunkt befasste sich mit dem neuen Pfarrsprengel. Marina Umlauff berichtete von unserer letzten Sitzung und hob besonders den Punkt „Festgottesdienst zur Pfarrsprengelgründung“ hervor.
Dieser Gottesdienst soll am 06.06. als (hoffentlich) sommerlicher Freiluftgottesdienst gefeiert werden. Es erscheint uns bei der immer noch
unsicheren Lage, die Pandemie betreffend, die einzige Möglichkeit. Näheres über dieses Vorhaben, dass einen großen Organisationsaufwand erfordert, werde ich sicher später berichten.
Zu guter Letzt konnte ich dem KGR über den Stand der Entwicklung unseres Gemeindeschutzkonzeptes berichten. Die Schulung dazu durch
monatliche Workshops wird noch bis zum August andauern, danach können wir dann für unsere Gemeinde ein passgenaues Konzept erstellen. Diese Aufgabe ist verpflichtend für alle Gemeinden, wir erarbeiten mit Thomas Hüttmann ein Gesamtkonzept für die Region.

20.04.2021

– Aktuelle Bestimmungen des Arbeitsschutzes, eine erneute Beratung über den geplanten Festgottesdienst zur Gründung des Pfarrsprengels Reinbek-Nord und Probleme mit unserer Gemeindestruktur machen erneut eine Sondersitzung unumgänglich. Damit mein Bericht nicht
zukünftig den Umfang eines Magazins annimmt, versuche ich so informativ, aber auch so kurz wie möglich zu berichten.
Die neuen Arbeitsschutzbedingungen verpflichten uns, jedem Mitarbeiter einmal wöchentlich einen Corona-Selbsttest zur Verfügung zu stellen.
Ein bisschen mehr Zeit brauchen wir für erneute Beratungen über den Festgottesdienst zur Pfarrsprengelgründung. Offensichtlich gab es bei der letzten Beratung das Missverständnis, dass es sich um einen Gottesdienst mit Gemeindefest handelt und nicht nur um einen festlichen Gottesdienst.
Außerdem wurde durch einen Formfehler zwar dem Beschluss des GAP (Geschäftsführender Ausschuss des Pfarrsprengels) mehrheitlich zugestimmt, aber das Protokoll des GAP nicht ausdrücklich in unserem Protokoll bestätigt.
So kam es, dass ein Einwand nochmals in einem Schreiben an den KGR formuliert wurde, in dem die Besorgnis vorgetragen wurde, dass, nach
Monaten, in denen der Gemeinde nur Online-Gottesdienste zur Verfügung gestellt wurden, nun plötzlich ein Präsenzgottesdienst stattfinden soll. Eine Verschiebung auf die Zeit, in der wieder Präsenzgottesdienste möglich sind, sei die bessere Lösung. Aufgrund dieses Einwandes wurde eine weitere Sitzung des GAP einberufen, in der der Beschluss, am Datum des Festgottesdienstes festzuhalten durch den Zusatz erweitert wurde, dass nach Möglichkeit dieser Gottesdienst life übertragen wird, damit möglichst viele Gemeindemitglieder daran teilnehmen können. Dieser Beschluss wurde dann so im KGR gebilligt und damit das Protokoll des GAP bestätigt.
Pastor Davis ist nur an zwei Tagen in der Woche im Gemeindehaus und an den Sonntagen, an denen er den Gottesdienst hält ,präsent in der
Gemeinde. Die Pandemie erschwert allen eine normale Gemeindearbeit erheblich, es gibt Kommunikationsprobleme, Organisationsprobleme,
Terminprobleme, kreative, kurzfristige Entscheidungen und Lösungen müssen gefunden werden, Flexibilität ist das Gebot der Stunde. Sie kennen das alles aus ihrem ganz persönlichen Bereich! So kann es nicht ausbleiben, dass es zu Missverständnissen und Animositäten kommt-kurz: es „menschelt“ in der Gemeinde und im KGR! Fazit, wir müssen eine verlässliche Struktur der Zuständigkeiten entwickeln, damit sich in Zukunft niemand mehr übergangen oder überfordert fühlt. Das geht nicht ohne Reibungsverluste ab, aber wir arbeiten zuversichtlich an diesem Problem! Fortsetzung folgt!

04.05.2021

– Die nächste reguläre Sitzung und eine umfangreiche Tagesordnung, dies ergibt sich durch eine weitere Herausforderung: Die Vielzahl von Aufgaben und Pflichten, die uns vom Kirchenkreis auferlegt werden. Derzeit laufen drei Projekte, zwei davon verbunden mit Schulungen,
die mehrere Monate dauern: ein kürzerer Workshop „Ökofaire Gemeinde“, an der nicht nur KGR-Mitglieder, sondern auch ehrenamtliche Mitarbeiter teilgenommen haben, die Entwicklung und Schulung von „Church Tools“, an der mehrere Mitarbeiter der gesamten Region beteiligt sind und die Entwicklung eines Gemeindeschutzkonzeptes. Das bedeutet regelmäßige Schulungen, Nachbesprechungen und „Hausaufgaben“, denn die Inhalte der Schulungen müssen ja auch Konsequenzen für die Gemeindestruktur und die Gemeindearbeit insgesamt haben.
Aktuell haben wir beschlossen, dass an Pfingsten der erste Präsenzgottesdienst in Ohe stattfindet seit unserem kirchlichen „Lockdown“.
Noch müssen Kirchentickets ausgegeben werden, auch die Personenanzahl pro Gottesdienst ist weiterhin beschränkt, aber immerhin!!
Die Planungen zum Festgottesdienst auf der Streuobstwiese in Ohe laufen auf Hochtouren, die Stadt hat die beantragte Genehmigung erteilt, Plakate und Flyer sind gedruckt und die Fragen der Technik scheinen gelöst.
Frau Schultz, die u.a. an der Vorbereitung moderner Konfirmandenarbeit im Pfarrsprengel mitarbeitet, hat uns das Projekt „Konficamp 2022“ vorgestellt und erläutert. Näheres dazu wird in einem eigenen Artikel zu diesem Projekt bekannt gegeben.
Wie schon eingangs berichtet, sind reichlich zusätzliche Aufgaben auf uns zugekommen, und dadurch ergibt sich ein weiteres Problem: für viele
Aufgaben fehlen uns Mitglieder, die die Verantwortung für weitere Aufgaben übernehmen können. Damit wir, und jetzt auch Sie alle, eine genaue Vorstellung davon haben, was abgesehen von regulären KGR-Sitzungen die einzelnen Mitglieder zu verantworten haben, hat Marina Umlauff sich die Mühe gemacht, ein Organigramm zu erstellen. Die Anzahl der „Zusatzjobs“ variiert zwischen 2 und 7! Kein Wunder, dass uns langsam die Puste ausgeht!
Zur Entspannung unserer Situation wird uns ein für Gemeindestrukturen zuständiger Berater vom Kirchenkreis zur Seite stehen.
Pastor Davis ist mehr als ein Jahr im Amt, was der Anlass für den Punkt Rück,-und Ausblick war. Pastor Davis berichtete, welche Highlights und welche Schwierigkeiten ihm in diesem ersten Jahr begegnet sind. Das Timing seiner Berufung just zum Beginn der Pandemie-Krise erforderte vollkommen neue Strategien und oft schnelle Entscheidungen. Das hat ihm den Einstieg nicht gerade leicht gemacht.
Dieter Bock nahm Bezug auf die Probleme, die sich in diesem ersten Jahr für die Gemeinde ergaben: ungewohnt seltene Präsenz des Pastors in der Gemeinde, ein hakeliger Informationsfluss und eine wackelige Terminverlässlichkeit. Dies hatte seinen Grund überwiegend in der Pandemie-Situation und wird sich in Zukunft sicher positiv entwickeln.
Letzter Beratungspunkt war unsere finanzielle Situation, schneller Entschluss: ein Finanzausschuss muss her, um Klarheit und Licht in unsere
Möglichkeiten und Einsparaufgaben zu bringen.
Übrigens, die angekündigte Sondersitzung ist dann doch wegen Zeitmangels ausgefallen.
Hoffen wir ab jetzt auf einen schönen Sommer, Regen gab es ja genug in den letzten Monaten! Ich wünsche Ihnen allen erholsame Ferien mit oder auch ohne Maske und ein absehbares Ende dieser unsicheren Pandemie-Zeit!

Ganz herzlich grüßt Sie Ihre Felicitas Keerl

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