Mit den Königen auf dem Weg nach Bethlehem…

KöBeth
Die dritte und letzte Etappe der Wandernden Krippe startet am
Samstag, den 29. November um 10 Uhr
am Reinbeker Schloss.
Vor zwei Jahren waren Maria, Josef und ihr Esel in Schönningstedt
unterwegs, im letzten Jahr suchten und fanden die Hirten und ihre Schafe den Stall von Bethlehem in Ohe. In diesem Jahr nun werden die Heiligen Drei Könige ihrem Stern durch die Straßen von Alt-Reinbek folgen. Begleitet werden sie von einem Kamel, das die Geschenke für das Kind in der Krippe trägt. Der Weg der Könige endet um 12 Uhr mit einer Andacht in der Nathan-Söderblom-Kirche. Wie immer gibt es unterwegs eine kleine Stärkung mit Punsch, Tee und Keksen. Und das ist unser Weg:
10.00 Uhr: Aufbruch der Könige am Reinbeker Schloss
ca. 10.40 Uhr
(pünktlich zur Eröffnung des Advents-Basars):
Station an der Maria-Magdalenen-Kirche,
Kirchenstr. 1
ca. 11.45 Uhr: Station an der Buchhandlung von Gellhorn,
Täbyplatz
ca. 12.00 Uhr: Abschluss in der Nathan-Söderblom-Kirche,
Täbyplatz
Auf viele große und kleine „Mitläufer“ freuen sich Pastor Benedikt
Kleinhempel und Pastorin Claudia Süssenbach.

Da kann man schon stutzen: Wir lassen die Heiligen Drei Könige sehr früh auftreten. Aber schon jetzt geht von dieser Geschichte ein Zauber aus. Worin liegt er? Gewiss in dem Stern dem sie folgen, in dem weiten Weg, den sie zurücklegen, wohl auch an den kostbaren Geschenken, die sie mit sich tragen.
Für mich liegt der Zauber aber vor allem in einer Frage. Die Drei stellen sie in einem Palast in Jerusalem dem König Herodes: „Wo ist der neugeborene König der Juden?“ Wir haben seinen Stern gesehen.
Mich spricht an, dass die Könige noch suchen. Für sie läuft nicht gleich alles glatt. Für sie ist noch nicht alles klar. Sie brauchen noch Hilfe um an ihr Ziel zu kommen. Dabei geraten sie sofort in einen Strudel von Eifersucht, Angst, Neid, Hinterlist.
Ich suche auch immer wieder, obwohl mir schon öfter ein Stern
geleuchtet hat. Bei dieser Suche tauchen Könige auf die sich in den
Vordergrund drängen und einen Schatten auf den König werfen, der
mich innerlich reich machen kann: Jesus. Ein König der Wichtigtuerei zum Beispiel, der verspricht mich groß und bedeutend erscheinen zu lassen. Ein König der Anpassung, dem ich huldige, damit mich die anderen mögen. Ein König der Leistungsfähigkeit und Gesundheit oder des Wissens und Gedächtnisses.
Den wahren König aber finde ich nur wenn ich diese anderen Könige
kenne, sie mir bewusst mache. So lasse ich mich von ihnen nicht
dominieren, ich entmachte sie.
Das ist eine große aber lohnende und passende Herausforderung in
den Adventswochen. So kann dann der „König aller Königreich“
wirklich in unserem Herzen zur Welt kommen.
Pastor Benedikt Kleinhempel

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