7 Wochen ohne – 7 Wochen anders LEBEN

7 Wochen ohne – 7 Wochen anders
LEBEN
Schon im 4. Jahrhundert hat die Kirche eine 40-tägige Besinnungszeit eingeführt. In dieser Zeit bereiteten sich die Menschen auf Karfreitag und Ostern vor.
Dafür gab es im Mittelalter strenge Regeln: Verboten waren Fleisch, Milch, Butter, Käse und Eier. Die Menschen sollten Buße tun, daher sollte alles gemieden werden, was satt und träge machte. Buße tun, damit war hier nicht Bestrafung und Selbstquälerei gemeint, sondern Umkehr und Befreiung, Versöhnung und Neuanfang.
Heute entscheidet jeder selber, worauf er in der Fastenzeit achten möchte. Manche lassen etwas weg (Alkohol, Zigaretten, Fleisch, den Fernseher) andere tun bewusst etwas zu ihrem Leben hinzu (jeden Tag einen Brief
schreiben, mehr beten).
Die entscheidende Frage ist geblieben:
Was brauche ich wirklich im Leben?
Wie gehe ich mit mir selbst um?
Wie viel Zeit nehme ich mir für andere?
Welche Rolle spielt Gott?
Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet Ostern. Die Sonntage sind traditionell keine Fastentage, weil sie an die Auferstehung Jesu erinnern. An den Fastensonntagen wird das Osterfest vorweggenommen, die Hoffnung die die Verzweiflung besiegt, das Licht die Dunkelheit, und Gott den Tod.
In Deutschland gibt es mehrere große Fastenaktionen:
Der ökumenische Verein „Andere Zeiten“ aus Hamburg lädt zu der Aktion
„7 Wochen anders leben“ ein.
„Neben einer Broschüre zum biblischen Ursprung und heutigem Sinn der Fastenaktion erhalten Sie von Aschermittwoch bis Ostern 7 aufmunternde Briefe, jede Woche einen.
Da können Sie von den Motivationen und Erfahrungen Mitfastender lesen und über eine biblische Geschichte meditieren, da finden Sie Gedichte und Karikaturen zum Thema. Da bilden Sie mit über 50.000 Teilnehmenden eine intensive Pilgergemeinschaft auf dem Weg zum Fest der Auferste-hung. Und vielleicht können Sie am 24. April voller Freude sagen: Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, ganz anders zu sein!“ (aus: Andere Zeiten Magazin 1/2011).

Begleitend zu den Briefen bietet „Andere Zeiten“ ein Internetforum an, das viele Menschen nutzen, auch wenn sie die Briefe nicht bestellt haben.
Informationen zu der Aktion finden Sie unter www.anderezeiten.de oder
telefonisch unter 040 47112727
Die EKD hat eine bundesweite Fastenaktion, die jährlich rund 2 Millionen Menschen anspricht: „7 Wochen ohne“.
Dieses Jahr steht sie unter dem Motto
„Ich war´s! 7 Wochen ohne Ausreden“.
Der Fastenkalender ist ein zentrales Element der Aktion. Er begleitet Teilnehmer mit Texten aus Kirche, Kultur und Alltagsleben durch die Fastenzeit. Die Texte ermuntern dieses Jahr dazu, den ersten Schritt zu tun: dem Abschied vom Alltagsleben. Der Kalender ist in 7 Abschnitte
aufgeteilt, die unter folgenden Themen stehen:
„Warum hast du das getan?“; „Gott, sei mir Sünder gnädig“; „Fürchte dich nicht“; „Herrliche Taten“; „Es ist nichts verborgen“; „Er war tot und ist wieder lebendig“ und „Noch heute im Paradies“.
Informationen zur Aktion finden Sie unter www.7-wochen-ohne.de.
Diakonin Birgitta Schultz

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