Wir stellen die Kirchengemeinderäte unserer Gemeinde vor. Diesmal Kerstin Lege .

Wir stellen die Kirchengemeinderäte unserer Gemeinde vor.
Diesmal Kerstin Lege .

kerstinlege

Kerstin Lege in ihrem Garten am Teich
Sie gehört dem Gremium seit 12 Jahren an.
Pastor Kleinhempel: Liebe Kerstin, du bist Mutter von fünf Kindern,
seit sechzehn Jahren Küsterin und seit zwölf Jahren auch Mitglied im
Kirchengemeinderat. Alles unter einen Hut zu bekommen und dabei
Deine gewohnte Freundlichkeit zu bewahren ist sicherlich nicht ganz
einfach.
Auf dem Foto sehen wir dich am Teich in eurem Garten im Sandweg in
Glinde. Was bedeutet dir dieses Gewässer?
Kerstin Lege: Wenn es mal wieder hektisch ist, nehme ich mir eine
kurze Auszeit von ein paar Minuten und setze mich an unseren Teich.
Hier finde ich schnell meine innere Ruhe wieder.
Pastor Kleinhempel: Wer oder was hat dich zum Glauben und zur
Kirche geführt?
Kerstin Lege: Irgendwie war der Glauben immer in mir. Meine Eltern
waren gläubig, aber keine Kirchgänger. Mein Vater sagte immer „Wir
gehen in die Kirche, wenn Weihnachten Schnee liegt“. Ich kann mich
nicht daran erinnern, dass wir es jemals gemacht haben. Aber Oma
und meine Mutter haben, als ich klein war vor dem Zubettgehen immer
mal mit mir gebetet.
In der Konfirmandenzeit in Hamburg Jenfeld kam ich der Kirche näher.
Ich fühlte mich im Kirchraum wohl, mochte den Klang der Orgel und
hörte sonntags gerne die Glocken läuten.
Und die Verbindung zu Gott war da. Ich hatte immer das Gefühl
behütet und geborgen zu sein.
Es gab einige bedrohliche Ereignisse in meinem Leben. Und grade da
überkam mich eine tiefe Ruhe, die mir half die Lage zu meistern.
Als mein Mann dann 1998 mal eine Zeit lang arbeitslos war, fand ich
die Stellenanzeige unserer Kirchengemeinde, bei der eine Küsterin
gesucht wurde. Inzwischen ist das sechzehn Jahre her und ich lebe
meinen Glauben seither intensiver.
Pastor Kleinhempel: Als Küsterin bist du Kontaktperson für ganz viele
Menschen. Du kümmerst dich zusammen mit Malte Allmeling um den
guten Zustand der beiden Kirchen und des Gemeindehauses.
Was liegt dir von Deiner „Innenansicht“ her bei der Arbeit im
Kirchengemeinderat am Herzen?
Kerstin Lege: Ich finde es gut, dass ich viele Dinge, die wir in den
Sitzungen behandeln, aus meiner praktischen Küstererfahrung
betrachten kann.
Mir liegt beides am Herzen: die Menschen und die Gebäude. Im
Kirchengemeinderat wurde ich zum Beispiel mit dem Neuanstrich der
Oher Kirche oder der Gestaltung unseres neuen Rosengartens an der
Kirche in Schönningstedt betraut, die aufgrund einer Spende möglich
wurde. Ich freute mich dann über viele positive Rückmeldungen oder
auch über eine berechtigte Kritik.
Die Kirchengemeinde ist für mich im Laufe der Jahre zu einem zweiten
Zuhause geworden. Besonders wichtig ist mir deshalb mich dafür
einzusetzen, dass das gute Miteinander in unserer Gemeinde erhalten
bleibt.
Pastor Kleinhempel: Liebe Kerstin, vielen Dank für dieses Gespräch.

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