Wir stellen Ehrenamtliche unserer Kirchengemeinde vor Diesmal: Martina Richter

Martina Richter ist seit ungefähr einem Jahr ehrenamtliche Küsterin in unserer Kirchengemeinde. Sie wohnt seit März in der Klosterbergenstraße. Sie ist Mutter von 4 erwachsenen Kindern und Kauffrau.
Pastor Kleinhempel: Liebe Martina, ich kenne Dich ja sozusagen seit mehreren Jahren schon indirekt, indem ich auf den von Dir wunderschön bespannten „Predigtstühlen“ während der Gottesdienste sitzen darf und weil die Konfirmanden, die im
Konfirmationsgottesdienst eingesegnet werden, auf neubezogenen Kniekissen ihren Konfirmationssegen empfangen. Hat Dein Engagement als ehrenamtliche Küsterin in unserer Gemeinde etwas mit Deinem Umzug aus Schwarzenbek nach Reinbek zu tun?

Martina Richter: Ich denke schon, weil ich mich bisher immer ehrenamtlich engagiert habe und durch den Umzug natürlich auch die ehrenamtlichen Aktivitäten hinter mir gelassen habe. Ich habe hier auch schon mit Bedacht etwas Neues gesucht, wo ich mich wieder einbringen kann und habe eben durch meine Freundin Felicitas des Öfteren hier am Gottesdienst teilgenommen. Nachdem sie mir dann erzählte, dass es schwierig wäre, jemanden für die ehrenamtliche Küsterei zu finden, habe ich gedacht, das kann ich mir  mal anschauen. Da das nicht extrem schwierig ist und man außerdem auch noch neue Menschen kennenlernen und nette Kontakte pflegen kann und es hier in der Gemeinde sehr familiär zugeht, habe ich mich hier von Anfang an wohl gefühlt und mache das sehr gerne.

Pastor Kleinhempel: Besonders hat mir imponiert, dass Du früher jahrelang Torhüterin in einer Frauenfußballmannschaft warst. Später hast Du Dich dann in Kindergarten, Schule und auch im Gewerbeverein Schwarzenbek engagiert. Wenn Du diese Erfahrungen mit denen als ehrenamtliche Küsterin vergleichst, merkst Du Unterschiede, gibt es Ähnliches?

Martina Richter: Es gibt sicherlich einiges, was gleich ist. Das sind die ganzen organisatorischen Sachen, die man strukturiert durchführen muss, ansonsten ist es jedoch weniger distanziert und es ist auch weniger formell. Dass es wesentlich familiärer hier ist, ist sehr sympathisch. Ich versuche mich einfach so einzubringen, dass sich die Kirchgänger hier wohlfühlen, wenn sie in die Kirche kommen. Manche Menschen, die nicht so häufig zur Kirche gehen, kommen erst einmal zögerlich zur Tür herein. Aber wenn sie merken, dass wir eine ganz nette Gemeinde sind, legt sich die Scheu schnell. Wir sind ja alle ganz offen und fröhlich vor den Gottesdiensten. Ich habe das Gefühl, dass sowohl das Geben als auch das Nehmen weitaus wärmer und herzlicher ist, wenn man hier in der Kirche eine kleine Aufgabe hat.

Pastor Kleinhempel: Hast Du eigentlich schon immer Kontakt zur Kirche gehabt und ihn gehalten?

Martina Richter: Eigentlich zu wenig. Obwohl ich jetzt im Nachhinein festgestellt habe, dass meine Mutter in einem sehr gläubigen christlichen Haus aufgewachsen ist und auch die Familie meiner Mutter ist heute noch dem Christentum verbunden . Ich bin im christlichen Glauben aufgewachsen und erzogen worden, aber trotzdem sind wir nicht sehr häufig in die Kirche gegangen. Allerdings sind meine Kinder alle konfirmiert. Eine meiner Töchter ist jetzt aus der Kirche ausgetreten. Meine Intervention und Überzeugungsarbeit hat nicht funktioniert. Wenn man ab zu mal in die Kirche geht, oder wenn man sich einfach mit der Bibel beschäftigt erhält man viele tiefgreifende Erfahrungen, die auch für das tägliche Leben hilfreich sind.
Pastor Kleinhempel: Liebe Martina vielen Dank für dieses interessante Gespräch.

Das Gespräch führte Pastor Benedikt Kleinhempel.