Frieden und Liebe


Frieden und Liebe

friunlie

Um diese Worte nachklingen zu lassen bieten
die sommerlichen Wochen Gelegenheit.
Die Paartherapeuten Ulla Holm und Michael
Cöllen haben am Valentinstag in der St.
Ansgar Kirche in Schönningstedt gesprochen.
Die christlichen Kirchen und die
Humanistische Psychotherapie, die wir hier
als Paartherapeuten vertreten, hegen und
pflegen als Grundgedanken die Werte von
Frieden und Liebe. Frieden und Liebe – sie
bilden die Basis für das Glück, sowohl im öffentlichen und politischen
Rahmen, aber natürlich auch für das Liebesglück der Paare im ganz intimen
Raum. Mit unserem Beitrag hier von der Kanzel wollen wir mehr erreichen, als einfache Glücksformeln und sanfte psychologische Ratschläge an den Mann oder an die Frau zu bringen. Wir wollen erreichen, dass Sie als Zuhörer und Liebende aus diesem Vortrag gehen und sich um Ihr Glück kümmern, damit es nicht verkümmert.
Am Anfang jeder jungen Liebe wird uns das Glück im Paradies der Liebe geschenkt. Dieses Paradies auf Erden unterscheidet sich nur in einem Punkt von dem Paradies im Himmel. Wir müssen dafür arbeiten. Und das heißt in der psychologischen Übersetzung: Um das Liebesglück auf Dauer zu erhalten, müssen wir erwachsen werden – miteinander, durcheinander, füreinander, ineinander und auch gegeneinander. Werden wir in der Liebe nicht erwachsen, verwandelt sich das einstige Paradies der Liebe oft in die Hölle auf Erden.
Das Erwachsenwerden ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Manche meinen, das kommt von allein und ist selbstverständlich – einfach mit dem Älterwerden. Erwachsenwerden meint aber vor allem, ein reifer Mensch zu werden. Das schaffen viele nicht. Das wird deutlich sowohl im kriegerischen als auch im politischen, aber eben auch im privaten Beziehungsleben.
Fünf Kriterien sprechen für diese These, dass viele der Partner einfach nicht erwachsen sind und völlig unsinnig das zerstören, was sie am meisten herbeisehnen und wünschen.

1. Partner streiten oft wie die Kinder: Sie wollen immer recht haben, können nicht nachgeben, der andere hat immer schuld. Viele der Partner sind kränkbar und schnell beleidigt wie Kinder – sie können für eigene Fehler nicht um Verzeihung bitten oder den ersten Schritt zur Versöhnung tun.

2. Viele Partner erwarten, dass der ANDERE SIE GLÜCKLICH MACHT,
STATT DAFÜR ZU SORGEN, dass der Andere glücklich wird.

3. Viele schieben die Schuld immer auf den Anderen – und können die
eigenen Schwächen, Fehler und Defizite kaum erkennen und eingestehen.
4. Sie können ihre Gefühle nicht aussteuern und werden vom Zorn
übermannt, versinken in böses Schweigen oder zerfließen in Selbstmitleid.
Man braucht kein Abitur und kein Studium, um diese kindlichen
Verhaltensweisen abzulegen, um richtig lieben zu können und das Glück der
Liebe ausschöpfen zu können. Aber es braucht Klugheit, – Klugheit im Herzen
und Herzensbildung. Zur glückhaften Erfüllung der Liebe brauchen wir einen
wachen Geist, einen gepflegten Körper und seelische Öffnung. Liebende
tauschen sich mit Körper, Geist und Seele aus.
Der Weg dahin beinhaltet nur 3 Schritte – besser 3 Gebote.
1. Das verletzte Kind heilen: Das bedeutet, die jeweilige eigene
Empfindlichkeit, Kränkbarkeit, das Sich-alleine und unverstanden Fühlen, aber
auch den eigenen Schweinehund, den inneren Gegner, die Gefangenheit im
Ego zu überwinden. Das bedeutet andererseits, dem Partner sich mit den
eigenen Schwächen und Fehlern anvertrauen – und mit mütterlicher oder
väterlicher Güte zu verzeihen.
2. Das zweite Gebot lautet: Begegne dem Partner (mindestens 3x pro Woche)
auf allen 5 Dialogsäulen viagra generique moins cher. Sie heißen: Körpersäule, Gefühlssäule, Säule der
Sprache, Säule für Sinn und Seele und die Zeitsäule. Das Zusammenspielen
möglichst aller Säulen schafft intime Verdichtung durch vitale Präsenz. Es gilt,
diese Dialogfähigkeit ein Leben lang zu vertiefen. Es zählt also nicht ein
gemeinsames Sitzen vor dem Fernseher oder ein schweigsamen Essen im
Restaurant oder gar das bloße Zuhause sein mit Arbeit vorm Computer,
sondern es zählt die vitale Zuwendung mit Körper, Geist und Seele. Auch der
sinnliche erotische Dialog ist nur auf Dauer glückhaft, wenn die Paare sich
einander in der Seele berühren und auch den seelischen Orgasmus erleben
können.
3. Drittes Gebot: Achtet auf die Seele des Partners wie ihr auf eure eigene
achten sollt. Ich schaffe das Paradies im Alltag, indem ich mich immer wieder
bewusst auf das Wunder in Dir besinne – darauf, dass Du kostbar und
einzigartig bist. Ich betrachte Dich immer wieder mit neuen Augen – statt
einen neuen Partner zu suchen. Ich frage Dich nach Deinem tiefen Wesen.
Gemeinsam mit Dir stelle ich die Frage nach dem Sinn unserer Liebe: Wozu
hat das Leben Dich mir gegeben, neben Kinderkriegen und Hausbau. Ich
schaffe mit Dir einen heiligen Raum, in dem wir uns menschliche Fehler
verzeihen, an das Gute im anderen glauben und Frieden füreinander schaffen.
Auf diese Weise trägt Liebe zu unserer Heilung bei und ist dadurch heilig. Das
verstehen wir unter der Spiritualität des Paares. Paare bauen so mit an einer
besseren Welt.
Das Einhalten dieser 3 Gebote ist der Weg zum tiefen Glück.