Du schöne Zeit – Sommergesang

Du schöne Zeit – Sommergesang
Du schönes, sommerliches Land, du schöne Zeit,
das ruht nun alles fest in Gottes Hand,
das Kommende wie die Vergangenheit.
Die Ernte reift im Land. Es reift unmerklich
aus dem Vergangenen, was kommen soll.
Ihr wisst: Wer kärglich sät, der erntet kärglich,
doch Gottes Scheunen werden reich und voll.
Und er will täglich zu den Seinen sprechen,
und allerorts durch uns sein Werk betreiben.
Die Einen heißt er, fröhlich aufzubrechen,
die Andern heißt er, fröhlich dazubleiben.
Er lässt es hier und in der Ferne regnen
und sendet hier und in der Ferne Sonnenschein.
Er wird nicht müde, seine Welt zu segnen:
Wohin wir gehen, will er uns begegnen,
und wo wir bleiben, will er bei uns sein.
Und was vergangen ist, ist nicht entschwunden,
es ruht bewahrt in Gottes Ewigkeit.
Wir denken an gemeinsam froh verbrachte Stunden,
an schwere Tage, die wir überwunden,
und haben überall in ihm verbunden
durch Gottes Treue eine gute Zeit.
Klaus-Peter Hertzsch (Jenaer Theologe)
aufgelesen von Eckehard Schultz (Lektor)