Aus der Arbeit des Kirchengemeinderates

Aus der Arbeit des Kirchengemeinderates
Liebe Gemeinde,
schon schreiben wir das Jahr 2016, die Feiertage liegen längst hinter
uns und wir tasten uns langsam im neuen Jahr voran. Wenn ich Ihnen
heute über die letzten Sitzungen unseres Kirchengemeinderates
berichte, schauen wir zunächst noch einmal zurück in das vergangene
Jahr.
Unsere Oktober- und Novembersitzungen fanden unter der Überschrift:
„Kirchengemeinderat vor Ort“ statt. Im Oktober besuchten wir das
Unternehmen „GST Multibox World Wide
Logistics“ in der Dieselstraße in Reinbek. Keiner
von uns konnte sich zunächst darunter so richtig
etwas vorstellen. Herr Plogsties, der Inhaber
dieser Firma, gab uns einen sehr interessanten
Einblick in das Geschäftsmodell „Verpackungslogistik“. Das
Unternehmen hat 10 Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass weltweit
Mehrwegverpackungen dem Transportverkehr in ausreichender Menge
und zeitgerecht zur Verfügung gestellt werden. Vergleichbar ist dieser
Geschäftsablauf mit dem Management der Containerverteilung im
Hafen. Ein weiterer Zweig dieser Firma ist die Behälterreinigung,
wodurch die mehrfache Verwendung gesichert wird. So können
Umweltfreundlichkeit, Müllvermeidung und Kostendämpfung
gleichermaßen erreicht werden.
Nachdem wir uns ein Bild von diesem Unternehmen machen konnten,
besichtigten wir abschließend noch die Behälterreinigungsanlage.
Im zweiten Teil unserer Sitzung, die im Pastorat stattfand,
einigten wir uns über die Termine der KGR-Sitzungen
2016, Frau Will hatte freundlicherweise bereits
Terminvorschläge vorbereitet.
Für die Putzstelle in der Oher Schule und die Gartenpflege in
Ohe müssen wir mittelfristig eine neue Stelle einrichten,
allerdings werden wir darüber erst zu einem späteren
Zeitpunkt beraten.

Ein sehr persönlicher Tagesordnungspunkt war der Bericht zweier
KGR-Mitglieder in der Rubrik.“ Wir ziehen Bilanz unserer KGR-Arbeit“
Jede/r von uns hat in den vergangenen Jahren ganz unterschiedliche
Schwerpunkte in der Mitarbeit gesetzt und ebenso unterschiedliche
Erfahrungen gesammelt. Diese zusammenzutragen gibt uns die
Möglichkeit, eigene Mitarbeit zu überdenken, die anderen Mitarbeiter
wertzuschätzen und uns als ein wirkliches Team zu verstehen.
Im November fand unser „KGR vor Ort“ wiederum in der Dieselstraße
statt, diesmal in der Sprachschule „Zwischentöne“ für Flüchtlinge.
Frau Akopian, selbst vor etlichen Jahren aus
Armenien nach Deutschland gekommen und
nun die Sprecherin dieser Schule, gab uns
zunächst einen kurzen Abriss über die
Entwicklung dieser Einrichtung, die seit Januar
2015 besteht. Wir erfuhren, dass derzeit 180 Schüler von insgesamt 20
Lehrkräften unterrichtet werden, fünf Lehrer sind hauptamtlich
angestellt, fünfzehn arbeiten ehrenamtlich.
Die hier angebotenen Sprachkurse umfassen
320 Unterrichtseinheiten. Ein besonderes
Anliegen der Lehrkräfte ist es, dass nicht nur
unsere Sprache, sondern auch unsere Werte
und unsere Kultur den Schülern
nahegebracht werden. Ganz besonders wird
auf die weiblichen Flüchtlinge geachtet, für die es aus ihrer Tradition
heraus in vielerlei Hinsicht schwerer ist, sich in unserem Land
zurechtzufinden als für ihre männlichen Mitschüler.
Marina Umlauff, die an dieser Schule von Anbeginn an unterrichtet und
als Einzige die Befähigung zur Alphabetisierung hat, berichtete uns,
wie hochmotiviert alle ihrer Schüler sind und wie viel Freude das
Unterrichten unter diesen Umständen macht. Die Sprachkurse, die an
dieser Schule – die im Übrigen in einem Gebäude, das die Firma
Amandus Karl der Stadt zu diesem
Zweck für drei Jahre zur Verfügung
gestellt hat – stattfinden, sind bislang
eine einzige Erfolgsgeschichte. Einige Schüler, mit denen sich die Lehrkräfte zu Beginn nur auf Englisch unterhalten konnten, sind heute
in der Lage, für neuangekommene Flüchtlinge deren Muttersprache ins
Deutsche zu übersetzen! Auch bei der Besichtigung der Räume
konnten wir überall den guten Geist dieser Einrichtung spüren. Mit
kleinsten Mitteln wird hier eine Atmosphäre von Offenheit und
Willkommen geboten!
Nach diesen tiefen und reichhaltigen Eindrücken arbeiteten wir dann
unsere Tagesordnung ab. Herr Bock hatte uns im
Vorwege eine Tischvorlage für die
Jahresrechnung 2013 und 2014 zukommen
lassen, sodass wir eine Beratungs- und
Beschlussvorlage hatten. Als unser langjähriger
Spezialist in Sachen Haushalt und
Jahresrechnung erläuterte er uns die einzelnen
Posten. An dieser Stelle möchte ich noch einmal
sagen, dass wir ihm für seine alljährliche Mühe diesbezüglich gar nicht
genug danken können!
Herr Bock konnte dem KGR noch die erfreuliche Nachricht verkünden,
dass es wiederum eine Kirchensteuer-Sonderzuweisung in Höhe von
5000€ gibt, die der allgemeinen Baurücklage zugeführt werden sollen.
Zum Schluss legte uns Frau Will noch
den Kollekten-Plan für 2016 vor, den sie
zuvor ausgearbeitet hatte. Auch an sie an
dieser Stelle ein Dankeschön für diese
zeitaufwändige Vorarbeit! Wir haben den
vorgelegten Kollekten-Plan unverzüglich
beschließen können.
Damit bin ich nun schon bei unserer letzten KGR-Sitzung 2015
angekommen, deren erster Tagesordnungspunkt die Vorstellung von
Frau Pastorin Sandig war, die unseren Pastor während seines
Sabbaticals vertritt. Auf unsere „Neue“ waren wir ziemlich gespannt,
wie Sie sich denken können! Wir lernten eine frische und sehr offene
Pastorin kennen. Sie berichtete uns kurz, aber sehr informativ, über ihre Tätigkeit als „Sabbatical-Vertretungs-Pastorin“, die sie seit fünf
Jahren ausübt. Inzwischen hatten Sie alle ja längst Gelegenheit, sie
selbst kennenzulernen und ich denke, Sie teilen unseren ersten
Eindruck! Wir freuen uns jedenfalls auf die Zusammenarbeit mit Frau
Pastorin Sandig!
Traditionell werden auf unserer letzten Sitzung des Jahres keine ganz
komplizierten Beschlüsse mehr gefasst und so arbeiteten wir in
unserer Tagesordnung mehrere kleine Punkte ab. Wir beschlossen, die
Kosten für die Bußtagsveranstaltung aus dem Spendentopf für die
Vortragsarbeit zu entnehmen. Sie erinnern sich: Pastor Kleinhempel
sprach mit mehreren hochrangigen Politikern.
Der Fahrdienst für unseren Pastor ist vorerst
wieder geregelt, Herr Uwe Jentzsch, unser
ehemaliger Bundesfreiwilligen-Dienstler, wird
den Fahrdienst ehrenamtlich gegen eine
Kilometerpauschale wahrnehmen. Wir sind froh
und dankbar, dass sich Herr Jentzsch für diese
Aufgebe zur Verfügung stellt!
Und damit war die Sitzung offiziell beendet, aber wie jedes Jahr
blieben wir noch auf ein Glas Feuerzangenbowle zusammen und
ließen das Arbeitsjahr auf diese Weise adventlich ausklingen.
Während ich diese letzten Zeilen schreibe steht
Weihnachten unmittelbar vor der Tür, es ist heute
der kürzeste Tag des Jahres und in meinem Garten
blühen Anemonen und Primeln. Und wenn Sie
diesen Bericht lesen, dann bereiten wir uns schon
auf Ostern vor. Wer weiß, vielleicht liegt dann
draußen Schnee auf eben diesen Primeln und
Anemonen?
Auch wenn die Natur ein wenig Kopf steht: ich wünsche Ihnen eine
gute Zeit!
Bis zum nächsten Mal
Herzlichst Ihre Felicitas Keerl