Aus der Arbeit des Kirchengemeinderates 2015-07

Aus der Arbeit des Kirchengemeinderates
Liebe Gemeinde,
von unserer März-Sitzung berichte ich Ihnen sozusagen „secondhand“, denn ich habe an dieser Sitzung nicht teilgenommen sondern mich stattdessen in warmen Gefilden erholt! Dieter Bock hat uns aber ein so detailliertes Sitzungsprotokoll zukommen lassen, dass ich das Gefühl habe, ich sei doch dabei gewesen!
Gast war an diesem Abend der Schauspieler Sebastian Dunkelberg, der drei literarische Texte vorlas. Anschließend tauschten sich die KGR-Mitglieder mit Herrn Dunkelberg darüber aus wie die Texte auf jeden einzelnen gewirkt haben und stimmten sich so auf den Ostergottesdienst mit ihm ein.

Der KGR hatte über einen neuen Arbeitsvertragklege mit unserer hauptamtlichen Küsterin, Kerstin Lege, zu beraten. Die Weiterbeschäftigung unter vorübergehend veränderten Bedingungen wurde einstimmig beschlossen.

Auch über die Verlängerung der Dienstzeit unseres Mitarbeiters im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes wurde beraten und die Verlängerung seines Vertrages bis zum 31.10.2015 beschlossen.

Sie können hier bereits erkennen, dass der KGR in dieser ersten Sitzung des Jahres 2015 mehrere sachliche Fragen zu beraten hatte, und so geht es auch gleich weiter.
Herr Bock hatte den KGR-Mitgliedern vorab wieder den Entwurf des Haushaltsplanes 2015 als Tischvorlage zukommen lassen. Der KGR diskutierte den Entwurf und beschloss in einigen Positionen Änderungen. Mit diesen Änderungen ist der Haushaltsplan ausgeglichen und wird
vom KGR so insgesamt beschlossen.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Dieter Bock, der sich Jahr für Jahr mit solchem Engagement an die Aufbereitung des Haushaltsplanes begibt und es immer wieder schafft, dass wir Mitglieder ihn überblicken und beschließen können. Und für das ausführliche Protokoll möchte ich hier in eigener Sache ein zweites Dankeschön an Dich, Dieter, anfügen! Im Kirchenkreis wurde in den vergangenen Monaten eine Gebäudeerhebung durchgeführt mit dem Ziel, nicht mehr wirtschaftliche Gebäude aus den Ausgabenlisten der jeweiligen Gemeinden zu entfernen. Das Ergebnis dieser Erhebung wird den Vertretern der KGR in eigens dafür stattfindenden Workshops präsentiert.
Dieter Bock und sicher noch ein weiteres Mitglied des KGR werden an einem solchen Workshop im Mai teilnehmen.
In vorangegangenen Sitzungen haben wir uns bereits mit der Lärmbelästigung durch Feiern im Gemeindehaus beschäftigt. Der KGR hat nun beschlossen, dass Feiern nur noch bis 23.00 Uhr im Gemeindehaus zugelassen werden. So wird der gute Wille der Nachbarschaft nicht weiter strapaziert und der örtliche Frieden wird erhalten. Das war und ist uns wichtig!
Wie auch in jedem Privathaushalt gibt es bei uns Geräte oder Einrichtungsgegenstände, die erneuert werden müssen. Aktuell muss die Spülmaschine im Gemeindehaus erneuert werden, die Dachdämmung braucht eine Verlattung und teilweise Erneuerung und der Schaukasten in Schönningstedt ist ganz und gar abgängig (so heißt es, wenn etwas nicht mehr reparabel ist!) Frau Umlauff, Frau Will, Frau Lege und Herr Allmeling werden sich dieser Probleme annehmen.
Anfang Mai fand unsere nächste Sitzung statt, deren Tagesordnung zunächst einmal gar nicht so umfangreich erschien. Zunächst ging es noch einmal um die Teilnehmer aus unserem KGR, die an dem Workshop zur Gebäude-Daten-Erhebung teilnehmen. Neben Dieter Bock wird auch Birgitta Schultz daran teilnehmen. Die Beiden werden uns bei der nächsten Sitzung dann sicher mit neuen Details zu diesem Thema auf den aktuellen Stand bringen.
Überdies findet am 01.06.2015 ein weiterer Gebäude-Workshop, diesmal insbesondere für unsere Region statt, an dem dann wiederum Mitglieder unseres KGR teilnehmen werden, denn so langsam werden die Pläne konkret, die unsere Gemeinde direkt angehen! Die grundsätzliche Idee der Standorteinsparung ist: ca. 5000 Gemeindemitglieder werden e i n e n Gemeindestandort haben. Dass wir unter diesen Voraussetzungen völlig von Veränderungen verschont bleiben, ist ausgesprochen unwahrscheinlich, aber seien Sie sicher, dass wir alles daransetzen werden, die bestmögliche Lösung für uns zu erhalten!
Über eine erfreuliche Spende berichtete uns Pastor Kleinhempel. Die Einnahmen aus der weihnachtlichen Lesung mit Herrn Kraske und Spenden aus der Gemeinde und von außerhalb sind wir in der Lage, eine weitere Krippenfigur sowohl für Ohe als auch für Schönningstedt,
anzuschaffen. Entschieden haben wir uns für zwei Kamele, sozusagen eine in Holz geschnitzte Erinnerung an den Zug durch Reinbek der Könige mit den Kamelen zur Adventszeit im letzten Jahr!
wirsindreinbekDer umfangreichste Tagesordnungspunkt
betraf die Situation der Syrienflüchtlinge,
mit der sich Marina Umlauff im Rahmen
ihrer Arbeit der Flüchtlingsbetreuung
ganz besonders vertraut gemacht hat. In
einer wirklich bewegenden Schilderung der aktuellen Situation dieser Männer hat sie uns ein sehr lebendiges Bild über die problematischen Bedingungen und die traumatisierenden Erlebnisse, die in das Leben dieser Menschen einwirken, vermitteln können. Insbesondere betrifft dies einen Mann, der über ein Drittland, in diesem Falle über Ungarn nach Deutschland gekommen ist. Über Ungarn zu fliehen bedeutet im Einzelnen: dort für eine gewisse Zeit unter primitiven Lagerbedingungen festgesetzt zu werden und, falls hier in Deutschland der Asylantrag abgelehnt wird, wiederum nach Ungarn abgeschoben zu werden, um dort prompt wieder in einem der dortigen Lager festgesetzt zu werden. Dort entsprechen die Behandlung und die Lebensumstände der Insassen absolut nicht den Konventionen der EU.
Aus dieser Situation ergab sich nun für uns die Frage, ob wir für einen bestimmten Flüchtling bereit sind, zur Vermeidung der Abschiebung,
Kirchenasyl zu gewähren. Lange und ausgiebig haben wir über diese Frage diskutiert und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir, falls diese Situation entsteht, den entsprechenden Flüchtling in das Kirchenasyl aufzunehmen. Wir sind uns im Klaren, dass dies ein hochsensibles Thema ist und werden, wenn der Fall eintreten sollte, die Gemeinde und insbesondere die nachbarschaftlich betroffenen Anwohner vorab (letztere persönlich) umfassend informieren.
Escheburg ist uns sehr deutlich im Gedächtnis, dennoch sind wir überzeugt, dass in unserer Gemeinde solche Vorgänge einvernehmlich und im Sinne der christlichen Nächstenliebe gelöst werden sollten und können.

Zum guten Schluss beschlossen wir, dass in diesem Jahr die Aktion „Offene Kirche“ wegen mangelnder Annahme nicht stattfinden wird.
Der Sommer steht vor der Tür und deshalb wünsche ich Ihnen allen erholsame und sonnige Ferientage und allen, die daheim bleiben einen schönen norddeutschen Sommer!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Felicitas Keerl